HERZLICH WILLKOMMEN IN DER EVANGELISCH - LUTHERISCHEN PROPSTEI KALININGRAD (KÖNIGSBERG)

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Liebe Besucher und Besucherinnen unserer HOMEPAGE !

 

Herzlich willkommen in der Ev. Lutherischen Propstei Kaliningrad/ Königsberg

im ehemaligen Nordostpreußen.

Hier nun einige erste Impressionen:

Wir helfen Ihnen konkret mit Informationen,

wir können Ihnen Tips in der Reiseplanung geben,

wir vermitteln Kontakte zu den ev. luth. Gemeinden und Kirchen,

wir zeigen Ihnen die "Ecken und Kanten"...


... und natürlich Einblicke in eine russische Gegenwart mit deutscher Vergangenheit.


Luftbild Kurische Nehrung

Anflug auf Kaliningrad/ Königsberg - Kurische Nehrung -


Luftbild Kaliningrad Zentrum Hafen

Kaliningrad/ Königsberg mit Hafen; links oben der Dom von Königsberg

Luftbild Kaliningrad Oberteich

Altes Zentrum mit Oberteich (li. oben)

Auferstrehungskirche

Auferstehungskirche Kaliningrad/ Königsberg (1999)

 Turgenjiewo Kirche

Turgenjiewo/ Groß Legitten ( Beginn 1400 Jhrd. )

 

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Gwardeijskoje/ Mühlhausen (1372)

 

 

 

PSALM 23 (Seemannsfassung)

 

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Der Herr ist mein Lotse.
Ich werde nicht stranden.
Er leitet mich auf dunkeln Wassern
und führt mich auf der Fahrt meines Lebens.
Er gibt mir neue Kraft
und hält mich auf rechten Kurs
um seines Namens willen.

Und geht es durch Unwetter und hohe See,
fürchte ich mich nicht,
denn du bist bei mir,
deine Liebe und Treue sind mir Schutz.

Du bereitest mir einen Hafen am Ende der Zeit.
Du beschwichtigst die Wellen mit Öl
und läßt mich sicher segeln.

Die Lichter deiner Güte und Freundlichkeit
werden mich begleiten auf der Reise des Lebens.
und ich werde Ruhe finden
in deinem Hafen immerdar.

(unbekannt - aus dem englischen)


  

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Liebe Besucherinnen und Besucher, sehr geehrte Gäste! 

Die Evangelisch-Lutherische Propstei in Kaliningrad (Königsberg) heißt Sie herzlich willkommen.

Sie ist Teil der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Europäischen Russland (ELKER). Zur lutherischen Kirche in der Oblast gehören ca. 1.000 Mitglieder in insgesamt 38 Gemeinden, die von derzeit vier Pastoren sowie einer Pröpstin betreut werden.

Die Gemeinden sind auf drei Regionen verteilt. Deren Zentren sind: Kaliningrad (ehem. Königsberg), Gussew (ehem. Gumbinnen), Tschernjachowsk (ehem. Insterburg).

Schwerpunkt der Arbeit ist neben Verkündigung und Seelsorge die Diakonie. Sie reicht von der Kinder- und Jugendhilfe über ambulante Pflegedienste bis zu stationären Einrichtungen.

Über Ihren persönlichen Besuch in einer der Gemeinden oder diakonischen Einrichtungen würden diese sich sehr freuen!

Die Auferstehungskirche der Gemeinde Kaliningrad (Prospekt Mira 101) ist mit den Buslinien 3, den Straßenbahnen Nr. 3 und Nr. 5, sowie den Minibussen (Marschroutkas) 61, 74 und 82 zu erreichen.

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TERMINE  DER  KIRCHENGEMEINDE  KALININGRAD (KÖNIGSBERG)

 

- Gottesdienst in der Auferstehungskirche jeden Sonntag um 11 Uhr (deutsch und russisch)

 

Heiliges Abendmahl feiern wir an jedem zweiten Sonntag. 

 

Kindergottesdienst findet jeden Sonntag statt

 

Bibelstunde und Jugendkreis im Anschluss an den Gottesdienst

 

Taufe und Trauung nach Anmeldung

 

Sozialsprechstunde dienstags 10-12 Uhr.

 

Morgenandacht montags bis freitags um 8.45 Uhr in der Kirche 

 

Kirchenchor mittwochs um 17 Uhr und Mitwirkung jeden Sonntag im Gottesdienst

 

- Konfirmandenunterricht am Sonntag 

 

- Eltern mit ihren behinderten Kindern (Montag + Donnerstag ab 10 Uhr)

 

Einzelne Gäste können auf Anfrage in die Dorf-Gemeinden mitfahren.






 

Kleiner Reiseführer erschienen

 

Buch

 

 

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Neues Kleines Büchlein erschienen:

Spende an Propstei: 6 Euro

+ Versandkosten

Bitte in Propstei per e-mail bestellen.

 

 

 

 



 

Aktuelles

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Information             14.07.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf seiner Sitzung am 14. Juli 2015 hat der Propsteirat Kaliningrader Propstei beschlossen, Herrn Pastor Igor Ronge für das Amt des Propstes zu nominieren.

Kurz darauf, am 16. Juli 2015, gab der Erzbischof der ELKRAS, der Bischof der ELKER Herr Dietrich Brauer dieser Nominierung schriftlich seine Zustimmung.

Die Synode der Propstei, die sich mit der Kandidatur Igor Ronge befassen wird und ihn im Amt des Propstes bestätigen soll, wird für 19. September 2015 einberufen.

Die feierliche Amtseinführung ist für 27. September 2015 geplant. 


 

Information             14.12.2014

Abschied von Thomas Vieweg in Kaliningrad


Am 14.12.2014 (3. Advent) wird der stellv. Propst Thomas Vieweg von Erzbischof Dietrich Brauer, Moskau, im Gottesdienst verabschiedet.  Die EKD wird durch OKR Michael Hübner vertreten. Thomas Vieweg und seine Frau Monika verlassen aus gesundheitlichen Gründen sechs Montate früher dieses Amt in Kaliningrad. 

Mit Unterstützung der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) kam im August 2012 Dekan Thomas Vieweg aus Kirchheimbolanden (Pfalz) in die Propstei Kaliningrad.  Für maximal drei Jahre und zum letzten Mal sollte der Propst aus Deutschland kommen. Die Aufgaben waren: Unterstützung beim Sanieren der wirtschaftlichen Situation in Propstei und Diakonie; Anstoß zum Klären der anstehenden rechtlichen Fragen; Suche und Einarbeitung eines russischen Pastors/ Pastorin in das Propstamt.

So bewarb sich Pastorin Maria Goloshapowa als Pröpstin und wurde bereits im Juni 2013 in das Propstamt eingeführt. Leider hat sie im August 2014 wegen familiärer Gründe (Ausreise ihrer gesamten Groß-Familie nach Deutschland) ihre Tätigkeit in Kaliningrad beendet. 

Einige neue Geistliche konnten angestellt und ordiniert werden, um die entstandenen Lücken beim geistlichen Dienst zu füllen. Eine direkte Nachfolge im Propstamt ist derzeit noch offen.. 

Formal ist Maria Goloshapowa noch Pröpstin bis zur Wahl-Synode im April 2015. Stellvertretender Propst ist ab 01.01.2015 Pastor Wladimir Michelis. Die Geschäftsführung liegt in den Händen der Verwaltungsleiterin Olessija Sadoroschnaja.

Nun findet unter Leitung des Erzbischofs Dietrich Brauer eine Sitzung des Konsistoriums der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Europäischen Russland (ELKER) am 3. Advent in Kaliningrad statt. Hier soll dann über die weitere Personalentscheidungen beraten werden.

 

Noch eine persönliche Bemerkung von Thomas Vieweg:

Ich danke für alles Vertrauen und alle Freundlichkeit, die ich in Kaliningrad erfahren durfte, sowohl in der Propstei als auch in der Gemeinde.  Geringer werden die Möglichkeiten der Partner in Deutschland, die Propstei und ihre Gemeinden finanziell zu unterstützen. Die Partner fragten und fragen nach dem Weg der Lutheraner im Kaliningrader Gebiet. Es galt in Predigt, Seelsorge und Öffentlichkeit unsere christliche Hoffnung zu formulieren und Gestalt werden zu lassen. 

So besuchte ich sehr viele Gemeinden, Pfarrerinnen/ Pfarrer und Partner in Deutschland. Auch besuchten wir jede Gemeinde hier und erklärten unsere Pläne.

Dank der Spendenbereitschaft in Deutschland und weiterer Spenden von Stiftungen, Vereinen und Einzelpersonen kann ich sagen: Die Propstei steht auf stabilen wirtschaftlichen Füßen. Zu dieser Stabilität gehörten auch einschneidende Reduzierungen von Ausgaben in allen Bereichen. 

Auch im kommenden Jahr 2015 müssen weitere Einsparungen vorgenommen werden, da die Spenden aus Deutschland weiter zurück gehen. Im Gegenzug wurde aber nun (endlich) auch die finanzielle Beteiligung der einheimischen Gemeinden an den Gesamtkosten erreicht.

Wir waren gerne zu Gast in der Propstei Kaliningrad. Es war eine spannende und aufregende Arbeit gewesen. Leider müssen wir aus gesundheitlichen Gründen nun 6 Monate früher gehen, da für meine Frau nur in Deutschland eine entsprechende ärztliche Behandlung möglich ist. Diese Entwicklung bahnte sich schon in den letzten Monaten an. Wir danken allen Wegbegleitern, Freunden und Freundinnen in Russland und Deutschland. Wir wünschen Gottes Segen für die Gemeinden und die Evangelisch- Lutherischen Kirche im Europäischen Russland.


Information             20.09.2014


Russland: Lutheraner wählen Dietrich Brauer zum Erzbischof

Brauer Nowosaratowka kl

Erzbischof Dietrich Brauer bei seiner Rede vor der Wahl in der Kapelle des Theologischen Seminars in Nowosaratowka bei St. Petersburg - Foto: Weber

Am 18. September 2014 wählte die Generalsynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland (ELKR) in Nowosaratowka Bischof Dietrich Brauer aus Moskau zum Erzbischof der Gesamtkirche. Brauer war der einzige Kandidat und wurde mit großer Mehrheit gewählt. 

Die ELKR bietet den Rahmen für die Zusammenarbeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER) und der Evangelisch-Lutherischen Kirche Ural, Sibirien und Ferner Osten (ELKUSFO). Sie vertritt die beiden eigenständigen Kirchen gegenüber dem Staat. Bisher wurde die ELKR von Dietrich Brauer kommissarisch geleitet.

Erzbischof Brauer bedankte sich für das Vertrauen und unterstrich, dass es für die Einheit der Lutheraner in Russland wichtig sei, in den beiden regionalen Kirchen zusammenzuarbeiten.

Das Amt des Erzbischofs der ELKR besitzt einen eher repräsentativen Charakter, ist jedoch auch rechtlich erforderlich. Zudem ist das Amt wichtig im ökumenischen Gespräch mit der Russischen Orthodoxen Kirche. Gerade in der Ökumene hat Bischof Brauer viel Vertrauen erarbeitet und genießt als russischer Staatsbürger eine große Akzeptanz.

Die ELKR vertritt ca. 19 000 Gemeindeglieder in 214 registrierten und nichtregistrierten Gemeinden und Gemeindegruppen, zusammengefasst in 20 Propsteien zwischen Kaliningrad/Königsberg im Westen und Wladiwostok im Osten von Russland.

Der 31-jährige Brauer ist seit 2011 Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland. Er ist der erste einheimische Bischof seit der Wiedergründung der ELKER.

(GAW - Zentrale Leipzig)

 

 

Information             19.09.2014


Von Sibirien nach Tschernjakhowsk

Vom 28. bis 31. August 2014 fand sich das Theologinnenseminar in Rahmen der Frauenarbeit der ELKER in Kaliningrader Propstei statt. Die Pastorinnen, Predigerinnen und Kirchenmitarbeiterinnen haben sich in Swetlogorsk (Rauschen) am Ostseeufer zum vierten Mal versammelt. Das erste Seminar fand 2010 in Erfurt statt, 2011 – in Samara, 2012 – in Kasan. Die Referentin des Seminars ist Christina Schnepel traditionell gewesen. Christina Schnepel ist Pfarrerin des deutschen Botschaftsgemeinde in Moskau. Die Teilnehmerinnen dieser Begegnung aus Moskau, Samara, Togliatti, Kasan, Baku, Krasnojarsk, St.Petersburg und Kaliningrad haben die Bedeutung des reformatorischen Durchbruchs von M.Luther fuer die Kirchenseelsorge besprochen und auch an Veranstaltungen der Kaliningrader Propstei teilgenommen. Zum ersten Mal nahmen Sofia Tikhomirowa und Swetlana Jantschurkina an Pastorinnenseminar teil, sie wurden am 24. August ordiniert. Die Koordinatorin des diakonischen Dienstes der ELKER Vikarin Elena Kurmischowa ist auch nach Swetlogorsk gekommen, die in zwei Monaten ihr Praktikum in Samara beendet und ihren neuen Dienst in Gemeinde zu Gusew und Karl-Bluem-Haus in Kaliningrader Propstei anfaengt. Der Rat der Kaliningrader Propstei hat die Kandidatur von Elena Kurmischowa bestaetigt, am 31. August hat sie Gusew besucht, um den neuen Ort des Dienstes kennenzulernen. Die Theologinnen haben auch die Synode der Kaliningrader Propstei am 30. August unterstuetzt. Die Praesidentin der Synode der ELKER Olga Temirbulatowa hat die Teilnehmer der Propsteisynode begruesst und Morgenandacht gehalten, in ihrer Predigt hat sie akzentiert, dass wir alle berufen sind, zu dienen, wo Gott uns gepflanzt hat, wie wilde Nelken unter Dornen. Nach der Propsteisynode, wo man drei neue Dienerinnen in der Propstei (S.Tikhomirowa, S.Jantschurkina, E.Kurmischowa) vorgestellt haben, hat sich Lektorenseminar in der Auferstehungskirche stattgefunden. Die Theologinnen der ELKER haben Lektorenseminar unterstuetzt. Lektoren sind Gemeindeglieder der kleinen Gemeinden auf dem Lande, ohne Pastoren, denen das Wortgottesdienst anvertraut ist. Sie lesen die von Pastoren geschriebenen Predigte und halten Liturgien ohne Abendmahl. Das Lektorenseminar wurde von Proepstin der Zentralen Propstei Elena Bondarenko und Pastor Thomas Passauer aus Berlin durchgefuehrt. Pastor Thomas Vieweg, der jetzige stellvertretende Propst der Kaliningrader Propstei, hat die Theologinnen sehr warm empfangen, ihnen die Auferstehungskirche gezeigt und zu Mittagessen eingeladen. Die besondere Freude des Seminars war Geburtstag der Predigerin zu Pokhwistnewo (Samaraer Propstei) Paulina Kaiser. Die Schwestern und Brueder, die sich an diesem Tag in der Auferstehungskirche gesammelt haben, haben ihr zu Geburtstag gratuliert. Das Theologinnenseminar in Kaliningrader Propstei ist ein sehr intensives Seminar gewesen, es war eine tiefe Teilnahme am Alltag der Kaliningrader Propstei. Die Teilnehmerinnen des Theologinnenseminars haben die Propsteiarbeit mit ihrer Anwesenheit, lebendigem Interesse, Gebeten sehr gut unterstuetzt. Wir sind Gustav-Adolf-Werk Frauenarbeit sehr dankbar, fuer die Hilfe in der Durchfuehrung des Seminars und die Moeglichkeit, Theologinnen von Sibirien und Aserbajdschan bis Kaliningrad und Tschernjakhowsk am Ostseeufer zu sammeln.

 

E.Bondarenko

Koordinatorin der Frauenarbeit der ELKER


Information             05.09.2014   Propsteibrief September 2014

Evangelisch in Gebiet Kaliningrad/ Königsberg - Informationen aus der Propstei

Inhalt:

- Monatsspruch September 2014

- Neue Pastorinnen in der Propstei Kaliningrad

- Lektorenkurs

- Nordkirche finanziert Sanierungsmassnahme in der Auferstehungskirche Kaliningrad

- Gustav-Adolf-Werk in Sachsen finanziert die „Grundlast“ der Propstei

- Informationen

 

M O N A T S S P R U C H   S E P T E M B E R

 

Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken! 1.Chr 22,13 

 

Liebe Leserinnen und liebe Leser! 

Die letzten Wochen waren wirklich spannend und oft sehr anstrengend. Die Personalprobleme in unserer Propstei waren wirklich sehr groß. Wie geht es weiter? Viele Zeit schien wie vergeudet. So viele Briefe und Anrufe von Gemeindegliedern und Partner aus Deutschland hatten wir zu bearbeiten und zu beantworten. In solchen Bedrängnissen ist die Gefahr von Sorge und Zukunftsangst bei Menschen sehr groß. 

Gott spricht: „Fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken!“ - so lesen wir, so predigen wir, so glauben wir. Und dann kommt die Ruhe und Zuversicht wieder. Wir machen die ersten, vernünftigen Schritte und glauben fest daran: Wenn Gott eine Tür schliesst, dann öffnet er ganz gewiss eine andere Tür. Und wenn Gott diese Welt lenkt und seinen Plan hat, dann werden wir auch diesen Plan einmal erkennen. Nicht „unser Wille“ geschehe, sondern „dein Wille“ geschehe. 

Wir gingen getrost und unverzagt unseren Weg. Und wir sahen, dass Gott uns wunderbare Menschen schickt. Junge und motivierte neue Pastorinnen. Natürlich gibt es nun Fragen von manchem Zweifler wie es im Johannesevangelium (1,46) formuliert ist: „Was soll schon Gutes aus Nazareth kommen?“ - Ein Kirchengremium hat entschieden. Gott sei Dank! Die Verantwortung wurde übernommen. Die „NEUEN“ werden nun ihre Arbeit in Seelsorge, Verkündigung und Diakonie hier beginnen. Sie benötigen jetzt unsere Fürbitte. Wir sollten sie kennenlernen, persönlich sprechen oder einladen. „Sei getrost und unverzagt!“

 

 

                    

 

 

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Kinderkirchentag am 23. August in der Auferstehungskirche

 

 

Neue Pastorinnen in der Propstei Kaliningrad 

 

Wir sind alle sehr dankbar. Die Ausschreibungen für die neuen Pastorenstellen hatten Erfolg.

Bischof Dietrich Brauer ordinierte am 24. August 2014 in Kaliningrad die zwei Theologinnen Sofia Tichomirowa und Swetlana Yantschurkina zu Pastorinnen der Evangelisch-Lutherischen Kirchen im europäischen Russland. Pastorin Sofia Tichomirowa wird nun von Pfarrer Thomas Vieweg in die Arbeit der Propstei eingeführt und mentoriert. Sie wird in der Region Kaliningrad ihren Predigtauftrag haben. Pastorin Swetlana Yantschurkina verrichtet weiterhin ihren Dienst in den Regionen Tschernjachowsk/ Insterburg und Gussew/ Gumbinnen.

Die beiden „Neuen“ werden sich in dem nächsten Propsteibrief persönlich vorstellen.

( v.l.n.r.: Assistentin Irina Lengard, Pastorin Sofia Tichomirowa, Bischof Dietrich Brauer, Pastorin Swetlana Yantschurkina, Assistent Nikolay Yantschurkin, Pfarrer Thomas Vieweg, Foto: Elena Evdokimona)


Ordination Tichomirowa  Yantschurkina 2014jpg

 

Lektorenkurs

 

Seit Anfang des Jahres 2014 werden diese Kurse unter der Leitung von Pfr. i.R. Thomas Passauer durchgeführt. So soll eine Entlastung für die Pastoren geschaffen, aber auch das Ehrenamt in den Gemeinden gestärkt werden. Nicht einfach... Es ist der „erste“ Schritt in die Öffentlichkeit... Eingeübt und eingeführt wurden folgende Themenbereiche: Gottesdienst, Liturgie, Gebet, Liederkunde, Singen, Sprechen. Am letzten Samstag wurden nun die ersten Lese-Predigten (auf Russisch) vorgestellt und besprochen. Bleibt nur noch der Praxis-Test... 

Wir berichten weiter über dieses wichtige Projekt.

 

Nordkirche finanziert Sanierungsmassnahme in der Auferstehungskirche Kaliningrad

Im letzten Propsteibrief informierten wir über eine sehr dringende Sanierungs- und Baumassnahme in der Kaliningrader Auferstehungskirche. Unsere Partnerkirche - die Nordkirche - hat uns sehr wohlwollend einen Kredit von 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Davon müssen wir aber nur 50.000 Euro zurückzahlen. Dafür sind wir sehr, sehr dankbar. 

Die Auferstehungskirche ist nun einmal unser Kirchenzentrum. 

Es hat aber sehr viele Baufehler („Geburtsfehler“) , die erst jetzt in ihrer Bedrohung zum Vorschein kommen. Fachleute sind manchmal einfach sprachlos. Wir haben den Kampf dagegen angesagt. Unter deutscher Bauleitung wurden nun die ersten dringenden Massnahmen umgesetzt. Folgendes wurde repariert und saniert: Die Flächen des Flachdaches, Abwasser-Rohre, Sockelarbeiten, Dämmung: gesamte Dach und Kirchenraum, Außendämmung von Büros und Wohnung, komplette neue Gas - Heizungsanlage. Herzlichen Dank allen russischen Mitarbeitern, der Firma Hubert, unserer Verwaltung unseren Partner.

( In Klammern: Erst jetzt sehen wir, was da noch verborgen war. Sie ahnen, was ich meine...)

Gustav-Adolf-Werk in Sachsen finanziert die „Grundlast“ der Propstei

Heute danken wir in besonderer Weise dem Gustav-Adolf-Werk in Sachsen (GAWiS) und allen ihren Spenderinnen und Spendern. Sie helfen uns in der sog. allgemeinen Finanzierung. Sehr oft erleben wir folgende Frage: „Wir wollen spenden. Bitte sagen sie konkrete Projekte. Am liebsten für Kinder und Jugendliche...“ Darüber feuen wir uns natürlich. Gewiss. Alles ist wichtig. Doch gibt es auch die „Grundlast“ einer Propstei: Gehälter von Pastoren und anderen Mitarbeitern, Versicherungen, Unterhaltung von Immobilien, Gas, Strom, Wasser, Reisekosten, Kommunikation, Wartungen, Jurist, Hilfe in Notfällen, und und und. Dieses Geld fällt nicht „vom Himmel“. Hier hilft GAWiS. Die ganzen Jahre lang mit einem sehr hohen Betrag. Dafür sagen wir Danke!!! Bitte bleiben Sie uns treu. Sie wollen es selbst sehen? Dann kommen Sie zu uns und überzeugen Sie sich selbst. Oder: Sie laden uns zu einem Besuch in Ihren Kirchengemeinde, Freundeskreis oder Initiative ein. Wir berichten und zeigen Bilder, halten Gottesdienste und stehen für Fragen bereit.

Am besten im Nomber 2014. Wir warten auf Ihre Einladung. 

 

Informationen

 

In diesem Sommer kamen wirklich viele Gäste und Reisegruppen zu uns in die Propstei. Dafür sind wir dankbar. So konnten wir über unsere Arbeit informieren und mancherlei Vorurteil ausräumen. Die Gästewohnung wird fast ohne Pause genutzt (Bitte langfristig anmelden). Hier im Bild die „Weimarer Bürgerreise“ mit über 180 Reiseteilnehmern. Sie Pflanzten den Ginko-Freundschaftsbaum in unseren Garten als Gruss aus Weimar/ Thüringen. Danach gab es Kaffee/ Tee und Kuchen. Eine logistische Aufgabe, die wir bravourös zwischen den Regenschauern lösten.

 

 

Synode hat getagt

Am 31.08.2014 hat die Synode getagt. Hier wurde die aktuelle Situation in der Propstei vorgetragen und besprochen. Für den Propsteirat wurden die Nachwahlen durchgeführt und die neuen Pastorinnen vorgestellt. Die Beiträge der Gemeinden für die Propstei (2014/2015) wurden mit 50 Rubel/ Gemeindeglied bestätigt. Weiterhin wurde empfohlen, dass die Gemeinden ihre Immobilien auf die Propstei registrieren lassen sollen. Zu Gast waren verschiedene Pastorinnnen des Theologinnen-Seminars aus der Ev. Luth. Kirche im europäischen Russlands unter der Leitung von Pröpstin Dr. Elena Bondarenko aus Moskau. Weiterhin waren Gäste aus Berlin-Mahlsdorf unter der Leitung von Pfr. i.R. Thomas Passauer zugegen.

 

Salzburger Kirche Gussev registriert

Die Salzburger Kirche in Gussev wurde auf Antrag der Gemeinde in Gussev in das der Ev. Luth. Propstei registriert. Nun werden bereits die 4 Kirchen (Kaliningrad/ Königsberg, Gwardeiskoje/ Mühlhausen, Turgeniewo/ Gross Legitten, Gussev/ Gumbinnen) zentral durch die Propstei/ Propsteirat verwaltet und juristisch begleitet.

 

 

 

 

 

Offenes Wort

Wir alle kommen in die Jahre... Diese Binsenwahrheit gilt natürlich gerne für andere, aber auch immer für uns selbst. Ich mache jetzt auf eine unangenehme Wahrheit aufmerksam. Manch eine/ einer soll aber nicht meine Worte falsch verstehen - eher als gut gemeinte Sätze der Erkenntnis.

So viele Initiativen, Spenderkreise, Akteure und jahrelanger Helferinnen und Helfer haben über zwanzig Jahre sich eingebracht. Tausende Geschichten und tausende Erfahrungen... Nun aber kommen die Jahre des Alters. Wer kann das alles übernehmen? Wen „lerne“ ich an? Wen begeistere ich? Wem traue ich Innovationen zu? Kann ich wirklich „loslassen“? Sehr oft sehe ich hier keine Antworten auf diese Fragen. Warum nicht zur rechten Zeit die Übergabe organisieren. 

Oder (so hart wie es klingt) sollte eine Prognose der Endlichkeit der Initiative angekündigt werden. 

Hier in der Propstei sind viele Initiativen „sang- und klanglos“ eingeschlafen. Das ist so schade. Denn so Großes wurde gefördert und begleitet. Ja, ich weiß: Es liegt oft an Persönlichkeiten als Geber und als Nehmer. Aber ist das wirklich richtig? Wir helfen hier einer Kirche und ihren Gemeindegliedern in der Bedrängnis und oft in der Armut. Das Geschaffene muss und soll erhalten bleiben. 

Deshalb seien wir klug und weise. Vertrauen wir auf die nachfolgenden Generationen! 

Sie sind natürlich anders als wir. Aber so war es schon immer. Unsere Nachfolger haben bestimmt andere Schwerpunkte; entscheiden anders; machen manchmal eben Fehler (wie WIR damals)... Und: Die Situation heute ist wirklich anders als vor 10, 15,20 Jahren. Wirklich: SIE IST ANDERS!!

Wenn Sie mit mir über dieses Thema reden und schreiben wollen, freue ich mich über eine Reaktion. Ihr Thomas Vieweg.

 

DANKE DANKE DANKE............

Hier danken wir allen Spendern und Spenderinnen!!! Sie unterstützen in großartiger Weise das kirchliche und diakonische Leben in der Propstei Kaliningrad (Nordostpreußen). 

In dieser Ausgabe des Propsteibriefes grüßen wir in besonderer Weise die Spender und Spenderinnen, die betont nicht genanntwerden wollen oder anonym uns treu zur Seite stehen.

Spenden: 

Bitte alle Spenden über unsere Bankverbindungen Nordkirche und GAW in Sachsen überweisen 

mit ZWECKBESTIMMUNG. Erst durch diese Praxis wird eine Transparenz möglich. 

Sie können uns hier wirklich helfen. Danke.

 

HOMEPAGE www.propstei-kaliningrad.info 

Unser Leben ist wirklich vielfältig und spannend. So wollen wir nun zeitnah darüber berichten.

Bitte schauen Sie auf unsere HOMEPAGE

Erreichbarkeit TelefonNeue Einwahl-Nummern:

007- 4012 - 95 62 87Propstbüro/ Stellvertreter

007- 4012 - 95 64 01Verwaltungsleitung

007- 4012 - 95 60 01Sekretariat

007- 4012 - 95 61 12Gemeinde Kaliningrad

Denken Sie an den Zeitunterschied.

Im Internet können sie erstaunlich günstige Vorwahlnummern für Festnetz und Mobilnetz finden. 

(www.billiger-telefonieren.de/laender/russland/)

 

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Wir wünschen Euch/ Ihnen ein gesegnete Herbstzeit

Eure/ Ihre Pastorinnen und Pastoren und die gesamten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Propstei.

Euer/Ihr Pfarrer Thomas Vieweg und Monika Vieweg  Kaliningrad - Königsberg

 

Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, hier die Spendenkonten: 

(Falls Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, vergessen Sie bitte nicht die Anschrift auf dem Einzahlungsbeleg)

Gustav-Adolf-Werk in Sachsen e.V. (GAWiS) , Konto 164 105 00 12 KD-Bank-LKG Sachsen   

BLZ 350 601 90 Kennwort: Kaliningrad

Zentrum für Mission und Ökumene (Nordkirche)            Konto 273 75, EDG Kiel, 

BLZ 210 602 37;   Kennwort: 8101 Kaliningrad 

 

Spenden für das  Altenheim „Carl-Blum-Haus“ über das Konto von Zentrum für Mission und Ökumene      

Kennwort: Carl-Blum-Haus

 

 

  

Information             13.08.2014




Der HERR hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit. 
Jesaja 61,1

Das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist. 
1.Johannes 1,2

 
Tageslosung vom 13. August 2014
 
Der Propsteirat hat in seiner Sitzung zwei neue Pastorinnen eingestellt. 
Sofia Tichomirowa wird in der Propstei und in der Region Kaliningrad (Königsberg) Verantwortung haben.
Ihr Mentor ist Pfarrer Thomas Vieweg.
Swetlana Yantschurkina war Vikarin in Tschernjachowsk (Insterburg) und wird nun weiterhin in dieser Region ihren Dienst tun.
 
Am Sonntag, 24. August 2014 um 11 Uhr, wird Bischof Dietrich Brauer in der Auferstehungskirche Kaliningrad (Königsberg) diese zwei neuen Pastorinnen ordinieren und einführen.


2014-08-13 12.14.49

v.r.n.l. Waldemar Michel, Pastor; Elena Evdokimnona. Diakonie-Koordinatorin; Sergey Molodawkin, Vorsitzender Turgenjewo/ Groß Legitten; Galina Shirva, Juristin; Galina Lehning, Vorsitzende Propsteirat; Olessija Sadoroschnaja, Verwaltungsleitung; Sofia Tichomirowa, Pastorin; Nikolaj Yantschurkin, ehem. Direktor Karl-Blum-Haus; Swetlana Yantschurkina. Pastorin; Elena Solovjewa, Diakonisse in Slawsk (Heinrichswalde), Thomas Vieweg, stellv. Propst

2014-08-13 12.16.17-2

 

v.l.n.r.:

Swetlana Yantschurkina. Pastorin, Thomas Vieweg, stellv. Propst, Sofia Tichomirowa, Pastorin;


Information             10.07.2014

Propsteibrief Sommer 2014 

Evangelisch in Gebiet Kaliningrad/ Königsberg - Informationen aus der Propstei

 

Inhalt:

- Sommergruss und Andacht von Monika Vieweg

- Presseerklärung - Pröpstin Maria Goloshapowa beendet ihren Dienst in der Propstei

- Ein Brief von Maria Goloshapowa, Pröpstin

- Offenes Wort, Thomas Vieweg, stellv. Propst

- Personallage

- Baumassnahme - Wir sichern unsere Zukunft - Hilfe durch Kredit der Nordkirche

- Jugendcafé in der Kaliningrader Gemeinde

- Hilfsgüter ins Kaliningrader/ Königsberger Gebiet

- Informationen

 

Sommergruss und Andacht

 

Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!  

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.( Psalm 103)

 

Wie gut, wenn wir loben können. Machmal frage ich mich: wenn wir einmal die Gebete der Menschen auswerten könnten. Aus wie viel Bitten, Klagen, Lob und Dank würden sie sich wohl zusammensetzen? 

Wenn auch in schwerer Zeit die Bitten und Klagen im Vordergrund stehen mögen, vergessen wir doch das Gute nicht. Manchmal hat man den Eindruck, dass Danken etwas altmodisch geworden ist. Wie traurig, denn die, die Geben und Helfen, tun es gern und freuen sich doch doppelt, wenn die

Beschenkten dankbar dafür sind.

So wird es auch Gott mit unseren Gebeten gehen. Fangen Sie doch mal das Gebet zuerst mit dem an, wofür Sie dankbar sind. 

Wenn man darüber nachdenkt, fallen einem viele Kleinigkeiten, Erlebnisse und Begegnungen ein. Vielleicht reicht dann die Zeit nicht mehr fürs Klagen?

Auf jeden Fall macht es uns selbst auch glücklich, wenn wir die Geschenke in unserem Leben sammeln....und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!

 

Johann Gramann und Hans Kugelmann haben über Psalm 103 im Jahre 1549 in Königsberg ein wunderschönes Lied gedichtet.

Im EG finden Sie es unter der Nummer 289. "Nun lob, mein Seel, den Herren"

Im Gesangbuch der Kaliningrader Gemeinde hat es die Nummer 305.

 

Mit dem 5. Vers dieses Liedes grüße ich Sie ganz herzlich, Monika Vieweg.....

.....und danke, dass Sie mir Zeit geschenkt haben.

 

Sei Lob und Preis mit Ehren, Gott Vater Sohn und Heilgem Geist!

Der wolle in uns mehren, was er aus Gnaden uns verheißt,

dass wir ihm fest vertrauen, uns gründen ganz auf ihn,

von Herzen auf ihn bauen, dass unser Mut und Sinn ihm allezeit anhangen.

Drauf singen wir zur Stund: Amen, wir werden's erlangen, glaubn wir von Herzensgrund.

Presserklärung

Den überraschenden Antrag auf Rücktritt der Pröpstin Maria Goloshapowa hat der Propsteirat der Ev. Luth. Propstei Kaliningrad in seiner Sitzung vom 25.06.2014 zur Kenntnis genommen. 

Ebenso hat der Ehemann, Pastor Russlan Semenjukow, seine Arbeit in der Propstei gekündigt. 

Familiäre Angelegenheiten wurden jeweils als Begründung genannt.

Der Propsteirat drückte sein großes Bedauern aus. Angesichts dieser überraschenden und bedauerlichen Entwicklung will der Propsteirat auf der Grundlage einer gesicherten Finanzplanung die ordentliche Erfüllung aller anstehenden Aufgaben wahrnehmen und die Wiederbesetzung dieser Stellen zügig voranbringen.

Nach der Satzung der Propstei wird der Antrag der Pröpstin auf der Synode am 30.08.2014 in Kaliningrad endgültig beraten. 

Auf dieser Synode soll dann auch ein kommissarischer Propst gewählt werden.

Die geistliche Leitung der Propstei haben nun der stellv. Propst Thomas Vieweg und Pastor Igor Ronge inne.

Die Geschäftsführung hat weiterhin die Verwaltungsleiterin Olessija Sadoroschnaja.

Die Kirchenleitung der Ev. Lutherischen Kirche im europäischen Russland (ELKER)

in Moskau ist über die Lage informiert und einbezogen.

 

 MariaFamilie

Brief von Pröpstin Maria Goloshapova

 

Liebe Schwestern und Brüder!

Wir haben gerne viele Jahren in der Propstei Kaliningrad als Pastoren gearbeitet. Ab dem Jahre 2001 haben wir viele gute Menschen kennengelernt. Das war für uns eine segensreiche und schöne Zeit. Dafür danken wir Gott, alle Gemeinden, alle Partnern und alle Mitwirkenden der Propstei.

Unsere Dienst begann in Gussev, wo wir unser Vikariat gemacht haben. Und ab 2002 bis 2013 haben wir Gemeinde Tschernjachovsk/ Insterburg und Dorfgemeinden in Region Tschernjachovsk/ Insterburg als Pastoren betreut. Es gab die schweren Tagen, wo wir guten Rat und Unterstützung gebraucht haben, aber da waren auch die sehr schönen Tagen mit Begegnungen, Gesprächen und Besuchen, bei denen wir unsere Erfahrungen gesammelt haben.

Ein neues Abschnitt in unserem Dienst haben wir in Kaliningrad und in der Propstei erlebt. Das war leider  eine kurze, aber auch eine sehr bereichernde Zeit. Wir haben neue Wege für die Propstei gesucht, wir haben gute Zusammenarbeit mit den Partnern und Gemeinden erlebt.

Unsere Dienst beenden wir vorzeitig aus familiären Gründen in der Kaliningrad. Wir wandern mit unserer großen (weiteren) Familie nach Deutschland aus. 

Wir verabschieden uns mit der Hoffnung, dass die Ev. Luth. Kirche im Europäischen Russland (ELKER) und die Partner der Propstei mit Zusammenarbeit der Propsteirates ein sicheren und erfolgreichen Weg finden werden. 

Wir wünschen Gottes Segen für neue Leitung der Propstei und Wachstum für Evangelische Gemeinden in Kaliningrader Gebiet.

Mit herzlichen Grüssen,

Maria Goloshapova und Ruslan Semenjukow mit den Kindern Anton und Anna

 

Ein offenes Wort

Die Situation in der Propstei Kaliningrad ist nun wirklich hart und teilweise enttäuschend.

Die Neigung zur Verzweiflung hat guten Nährboden. Sehr unterschiedlich waren die Reaktionen auf diese plötzlichen Weggang. 

Überwiegender Tenor: Wir beten für Euch!! ...... Manche sind endlos traurig.....

Die Entwicklung und Entscheidung von dem Pastorenehepaar kam in Ihrer endgültigen Fassung für alle (auch die Ausreisenden) unerwartet. Die komplizierte Rechtslage in dieser speziellen Situation spielte natürlich eine entscheidende Rolle.

Wer sich darüber mit mir unterhalten möchte, schreibe mir bitte oder nehme Kontakt mit 

Maria Goloshapowa oder Russlan Semenjukow auf. 

Es hilft jetzt bestimmt nicht, auf Gerüchte und Meinungen Dritter zu bauen. Als Theologe sage ich in solchen Situationen, dass ein „Quellenstudium“ immer Klarheit bringt.

 

Natürlich gibt es auch gute Nachrichten: a) Die Verwaltung und die Finanzplanung in Kaliningrad stehen auf sicheren Basis. b) Die, die bleiben, sind bereit, weiter Verantwortung zu übernehmen.

c) Die Personallücken sollen baldmöglichst gefüllt werden. d) Der Lektorendienst, den der Freundeskreis Berlin unterstützt, wird nötiger denn je. e) Die Gemeinden werden als Gottesdienstgemeinden bleiben. 

(Der geistliche Dienst in der russischen Diaspora braucht aber bald auch Modelle des Neben- und Ehrenamts.)

Liebe Partner, „lauft nicht weg“, die Situation ist hart und enttäuschend, aber nicht Ihr müsst „trauern“; helft bitte, die „Trauer“ in der Kaliningrader  Propstei zu trösten. 

(Thomas Vieweg, stellv. Propst)

 

Personallage

Unsere Propstei ist zahlenmäßig kleiner geworden. Z.Zt. sind ungefähr 600 Gemeindeglieder mit ihren Kindern in 37 Gemeinden geistlich beheimatet.

Für diese Gemeindezahl stehen zwei Pastoren/ Pastorinnen (Ost- und West-Region) und ein Propst/ Pröpstin im Stellenplan. Diese Stellen können wir stabil finanzieren. Jeder weitere pastorale Dienst muss doch gesonderte Spenden gesichert werden.

Durch den Wegzug von von M. Goloshapowa und Russlan Semenjukow sind nun zwei Stellen frei geworden. Wir werden nun zwei Pastorenstellen ( Propst/ Pröpstin und Pastor/ Pastorin) ausschreiben, Bewerbungsschluss ist der 31.07.2014. 

Auf der nächsten Synode (Ende August oder Anfang September) soll dann über die Personalfragen beraten werden.

 

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kirche kaliningrad

Baumassnahme - Wir sichern unsere Zukunft - Hilfe durch Kredit der Nordkirche

Seit 15 Jahren regnet es durch das Dach der Auferstehungskirche herein. In den Büros und der Propstwohnung sind nach starken Regen bis 8 Liter gesammelt worden. Hier ein Vorbericht zur Baumassnahme: 

In den Büro- und Wohnräumen des Obergeschosses waren schwerwiegende Feuchteschäden erkennbar. Je nach Regenstärke und Windrichtung sind permanente, aber unterschiedlich große Wassereinbrüche zu verzeichnen.

Nach einer visuellen Begutachtung war festzustellen, dass an kritischen Punkten im Dachgeschoss Regenwasserleckagen vorhanden sind. Durch diesen Wassereintritt sind bereits konstruktive Holzbauteile im Dachgeschoss derart stark beschädigt, so dass bei Teilen der Dachkonstruktion durch Fäulnis Absenkungen erkennbar sind.

Außerdem dringt das Wasser bei Starkregen in die unter der Traufe befindlichen Mauerkronen ein. Das Wasser läuft teilweise durch die Hohlziegel bis zu den erdberührten Stützpfeilern. Mauerschädigende Salze werden an der Ziegeloberfläche freigesetzt. Bei starker Frostbildung werden die durchfeuchteten Steine zerstört.

Diese Erscheinung zeigt sich an allen Pfeilern, in denen Regenfallleitungen geführt sind. Teilweise ist dadurch das Klinkermauerwerk in der gesamten Gebäudehöhe gerissen.

Durch den ständigen Regenwassereinfall ist die obere Wohnung nur noch bedingt nutzbar.

Auch ist die Einbringung der Wärmedämmung für die Büro- und Wohnräume ohne Beseitigung der Wasserschäden undenkbar. Hier würde in Kürze die Dämmung in Fäulnis übergehen.

Die ersten Maßnahmen müssten sich also auf eine Reparatur bzw. teilweise Erneuerung der Dachhaut konzentrieren. Hauptaugenmerk sind hierbei die Schwarzdachbereiche und die innenliegenden Wassereinläufe.

Hier müssen die Konstruktionen teilweise erneuert und die Anschlüsse nachträglich abgedichtet werden. Für eine ausreichend dimensionierte Entwässerung ist Sorge zu tragen. Die Vermutung liegt nahe, dass die vorhandenen Regenwassereinläufe als auch die Ableitungen zu gering dimensioniert wurden. Im Zuge der teilweisen Kehlenflachdacherneuerung sind entsprechend neuer Berechnungen ein bzw. mehrere Einläufe und Ableitungen zu montieren.

Es ist allerdings anzumerken, dass bei dieser aufwendigen Dachlandschaft und deren mangelhaften Ausführung noch weitere Undichtigkeiten auftreten können. Das Dachgeschoss ist in der Zukunft, auch nach Abschluss der Reparaturarbeiten, einer ständigen Kontrolle zu unterziehen. Bei erneuten Wassereintritten muss dann sofort reagiert werden, um weitere schwerwiegende Folgeschäden zu vermeiden.

Nach erfolgreicher Reparatur am Dach besteht die Möglichkeit, eine Wärmedämmung einzubauen. Hier sollten in erster Linie die Deckenbereiche der Büros und der Wohnung gedämmt werden. Auch sollten die auskragenden Deckenbereiche mit einbezogen werden. Weiterhin könnte die abgehängte Kassetten-Deckenkonstruktion im Kirchenhauptschiff mit leichten Mineralwollmatten gedämmt werden. 

Wilfried Hubert

Ing.-Büro f. Gebäude- und Umwelttechnik GbR, D 18182 Rostock-Bentwisch

 

Jugendcafé in Kaliningrader Gemeinde

Dank eines Zuschusses der Hamburger Sprengelkollekte der Weltkirchenwoche konnte nun endlich ein Jugendcafé in der Auferstehungskirche eröffnet werden. Nach dem Gottesdienst am Sonntag (ggf. auch in der Woche) wird ein SEHR GUTER KAFFEE  oder TEE  AUS  DEM SAMOWAR serviert. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich überraschen.

 

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Hilfsgüter ins Kaliningrader/ Königsberger Gebiet

Seit 1992 unterstützt der Rotary Club Korbach-Bad Arolsen soziale Einrichtungen in der russischen Exklave Oblast Kaliningrad im früheren Ostpreußen. Seit 1996 geht diese Hilfe nur noch über kirchliche Einrichtungen, weil nur dadurch sichergestellt werden kann, dass die Hilfe auch gezielt „ankommt“...

In diesem Jahr führten vier Vertreter des Rotary Clubs (Dr. Stefan Herrmann, Karl-Heinz Keudel und Frau Ulrike und Heinrich Schnell) zusammen mit drei Vertretern der Markusgemeinde Korbach (Wolfgang Gärtner, Hans-Henning Segler und Fritz Willems) den 17. Transport durch.

Die Markusgemeinde fühlt sich in besonderer Weise mit der ev. luth. Gemeinde in Heinrichswalde (Slavsk) verbunden, weil dort seit 1996 die „Schwester“ der Glocken der Markuskirche läutet.

Die Vertreter der Markusgemeinde konnten Kollekten aus Korbach überreichen und die Vertreter des Rotary Clubs die Ladung eines Anhängers voller Pflegeprodukte für ein kirchliches Altersheim im früheren Angerapp und diakonische Altenpflegearbeit in verschiedenen Gemeinden des Gebietes überbringen... Ein weiterer Schwerpunkt der Hilfe ist „Kartoffeln kaufen“. Seit 1997 kaufen die Rotarier bei zwei Bauernfamilien, einer  russlanddeutschen Neusiedlerfamilie und einer litauisch-deutschen Familie eines ehemaligen „Wolfskindes“, Kartoffeln. In diesem Jahr sind es wieder 6 Tonnen, die zu einem Altersheim, einem familiengerechten Kinderheim einer deutschen Diakonisse und alten Menschen in den Gemeinden Heinrichswalde und Kreuzingen gehen. Nach Aussage des zuständigen Pfarrers eine der wichtigsten humanitären Aktionen im ganzen Gebiet...

Der Rotary Club Korbach-Bad Arolsen dankt den Firmen, die zum Gelingen des Transportes beigetragen haben: Fa. Hartmann, Heidenheim, für die Pflegeprodukte, der Fa. Brass für die Anlieferung, Fa. Hübschmann für die Bereitstellung des Anhängers, Göbels Landhotel, Willingen, für die Bereitstellung des Kleinbusses, der Rappelkiste, Korbach, für Kinderkleidung und der Fa. Kettschau für die Spende von Schuhen.


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Gottesdienst in Slawsk/ Heinrichswalde

 

 

 

 

DANKE DANKE DANKE............

Hier danken wir allen Spendern und Spenderinnen!!! Sie unterstützen in großartiger Weise das kirchliche und diakonische Leben in der Propstei Kaliningrad (Nordostpreußen). 

In dieser Ausgabe des Propsteibriefes grüßen wir in besonderer Weise die Spender und Spenderinnen, die betont nicht genanntwerden wollen oder anonym uns treu zur Seite stehen.

Besonders danken wir dem Gustav Adolf Werk Sachsen und der Nordkirche, unserer Partnerkirche, für die finanzielle „Grund-Versorgung“. Gerade diese allgemeine Finanzierung sichert unser kirchliches Leben. Wir sind uns bewußt, dass hinter diesen Hilfen viele spendende Einzelpersonen stehen. Bitte schicken Sie uns Berichte über Ihre Aktivitäten in Vergangenhgeit und Gegenwart: Wir werden sie gerne im Propsteibrief veröffentlichen.

 

Spenden: 

Bitte alle Spenden über unsere Bankverbindungen Nordkirche und GAW in Sachsen überweisen 

mit ZWECKBESTIMMUNG. Erst durch diese Praxis wird eine Transparenz möglich. 

Sie können uns hier wirklich helfen. Danke.

 

HOMEPAGE www.propstei-kaliningrad.info 

Unser Leben ist wirklich vielfältig und spannend. So wollen wir nun zeitnah darüber berichten.

Bitte schauen Sie auf unsere HOMEPAGE

Erreichbarkeit TelefonNeue Einwahl-Nummern:

007- 4012 - 95 62 87Thomas Vieweg, stellv. Propst

007- 4012 - 95 64 01Verwaltungsleitung

007- 4012 - 95 60 01Sekretariat

007- 4012 - 95 61 12Gemeinde Kaliningrad

Denken Sie an den Zeitunterschied ( Sommer: 1 Stunde Plus) 

Im Internet können sie erstaunlich günstige Vorwahlnummern für Festnetz und Mobilnetz finden. 

(www.billiger-telefonieren.de/laender/russland/)

 

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Wir wünschen Euch/ Ihnen ein gesegnete Sommerzeit 2014

Euer/Ihr Pfarrer Thomas Vieweg und Monika Vieweg und die gesamten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Propstei Kaliningrad/ Königsberg

 

 

Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, hier die Spendenkonten: 

(Falls Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, vergessen Sie bitte nicht die Anschrift auf dem Einzahlungsbeleg)

Gustav-Adolf-Werk in Sachsen e.V. (GAWiS) , Konto 164 105 00 12 KD-Bank-LKG Sachsen   

BLZ 350 601 90 Kennwort: Kaliningrad

Zentrum für Mission und Ökumene (Nordkirche)            Konto 273 75, EDG Kiel, 

BLZ 210 602 37;   Kennwort: 8101 Kaliningrad 

 

Spenden für das  Altenheim „Carl-Blum-Haus“ über das Konto von Zentrum für Mission und Ökumene      

Kennwort: Carl-Blum-Haus


Information             25.06.2014

Presserklärung

 

Den überraschenden Antrag auf Rücktritt der Pröpstin Maria Goloshapowa hat der Propsteirat der Ev. Luth. Propstei Kaliningrad in seiner Sitzung vom 25.06.2014 zur Kenntnis genommen. 

Ebenso hat der Ehemann, Pastor Russlan Semenjukow, seine Arbeit in der Propstei gekündigt. 

Familiäre Angelegenheiten wurden jeweils als Begründung genannt.

 

Der Propsteirat drückte sein großes Bedauern aus. Angesichts dieser überraschenden und bedauerlichen Entwicklung will der Propsteirat auf der Grundlage einer gesicherten Finanzplanung die ordentliche Erfüllung aller anstehenden Aufgaben wahrnehmen und die Wiederbesetzung dieser Stellen zügig voranbringen.

 

Nach der Satzung der Propstei wird der Antrag der Pröpstin auf der Synode am 30.08.2014 in Kaliningrad endgültig beraten. 

 

Auf dieser Synode soll dann auch ein kommissarischer Propst gewählt werden.

 

Die geistliche Leitung der Propstei haben nun der stellv. Propst Thomas Vieweg und Pastor Igor Ronge inne.

 

Die Geschäftsführung hat weiterhin die Verwaltungsleiterin Olessija Sadoroschnaja.

 

Die Kirchenleitung der Ev. Lutherischen Kirche im europäischen Russland (ELKER)

in Moskau ist über die Lage informiert und einbezogen.

 

 

Losung und Lehrtext für Mittwoch, 25. Juni 2014

 

Mächtig waltet über uns seine Güte und die Treue des HERRN währt in Ewigkeit. Halleluja!
Psalm 117,2

 

Wie in der ganzen Welt, so bringt das Evangelium auch bei euch Frucht und breitet sich aus, seit dem Tag, an dem ihr von der Gnade Gottes gehört und sie in Wahrheit erkannt habt.
Kolosser 1,6

 

 

 

Thomas Vieweg, stellv. Propst und Pfarrer



Information             Pfingsten 08.06.2014

Evangelisch in Gebiet Kaliningrad/ Königsberg - Informationen aus der Propstei

 

Inhalt:

- Andacht zum Pfingstfest, Pastor Russlan Semenjukov

- Carl-Blum-Haus: Geschichte und Förderverein, Pastor Heye Osterwald

- Carl-Blum-Haus: „Wo das Gebet fließt wie ein Fluss“ , Vikarin Swetlana Yantschurkina

- Carl-Blum-Haus: Spendenaufruf

- Eltern mit behinderten Kindern - Eine Gemeindegruppe mit Kraft, Mut und Hoffnung

- Kaliningrad/ Königsberg: Umwidmung Projekt Kindergarten 

- 4 Wochen Praktikum in der Propstei - Ein Bericht

- Gussev/ Gumbinnen: Internatsschüler aus Louisenlund leisten humanitäre Hilfe

- Trauer in der Propstei: Tatjana Ilyenko ist plötzlich verstorben

- Informationen

 

P F I N G S T G R U S S

„…sie alle (waren) an einem Ort beieinander“ (Apg. 2, 1b). Pfingsten ist der Tag des Heiligen Geistes. Der Geburtstag der Kirche, der in der Reihe der kirchlichen Festtage einen eigenen, besonderen Platz einnimmt. Wir sind alle daran gewohnt, dass die großen christliche Feiertage ihre bestimmten Symbole haben. Doch welches Symbol erinnert uns heute an das Pfingstfest?

An diesem Tag sind in den Kirchen auf dem Altar rote Paramente zu sehen. Das ist ein Symbol des Heiligen Geistes. Wir erinnern uns dann an die Geschichte, als der Heilige Geist auf die Aposteln in Gestalt vom Flammen hernieder kam. Vielleicht könnten das Feuer und die Flammen ein vollwertige Symbole dieses Festes werden? Neben Flammen ist auch ein weiteres berühmtes Symbol zu nennen - die Taube. Auch sie versinnbildlicht den Heiligen Geist.

Das das Pfingstfest ist gekommen: Ja, heute feiern wir es! 

Die Apostel waren alle einmütig beieinander, bevor sie den Heiligen Geist empfangen konnten. Unter ihnen herrschte „Einheit“ – und das wäre das Zeichen, das wir alle verstehen und begreifen: Wir sind Brüder und Schwestern zueinander. Wir unterscheiden uns zwar nach unserer Hautfarbe oder Sprache, doch wir gehören zusammen. Christus ist unser Gott geworden. Er hat uns zu einem Volk vereint, zu einer Kirche. Wir haben daher keinen Grund, zwischen uns die Grenzen zu ziehen oder hohe Mauer zu errichten. Stattdessen haben wir den Grund, zu einander Straßen und Brücken zu bauen: anfangs die kleinen, dann aber bald die größeren.

Als in der Sowjetunion die ev. luth. Kirche verboten wurde, haben Gemeinden ihre Häuser und Kirchen verloren. Doch auch im Exil haben sie sich weiter versammelt, zuerst  in Privathäusern, dann in Bethäusern. Sie begannen sich als Brüdergemeinden zu bezeichnen. Sie haben verstanden, dass sie kraft Christus und seines Wortes vereint waren:  „Siehe da, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder. Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter“.

In dieser Situation haben Brüdergemeinden die Verheißung Christi besonders stark wahrgenommen. Sie verspürten ihre Einheit darin verankert, dass sie sowohl Brüder und Schwestern zueinander, als auch zu Christus sind. Und sie begriffen, dass in schwierigen Zeiten der Prüfung sie ihren Weg gemeinsam meistern sollen.

Die Einheit ist ein Merkmal, die man nicht immer mit äußeren Attributen markieren kann, mit irgendwelchen Symbolen. Gleichwohl kann man es verspüren, erfahren, in eigenem Herz, in eigener Seele erleben. Wenn wir jetzt am Pfingsttag in die Kirche kommen, so lasst uns nicht nur auf die äußeren Symbolen des Festes schauen. Achten wir mehr darauf, dass wir einig sind. Vielleicht erkennen wird unsere Einheit in der Predigt; im Gebet; in heiterer Stimmung; darin, dass wir nach gegenseitigem Verständnis streben; darin, dass wir einander annehmen, so wie wir sind. Wir sind alle eins, wir sind – in Christus!

Möge dieser Tag uns in geteilter Freude verbinden.  Ein frohes Pfingstfest euch allen!

Pastor R. A. Semenjukow (Übersetzung: Daniil Borodovskoy)

 

Diakonisches Projekt unserer Propstei vor: Carl-Blum-Haus - Alten- und Pflegeheim

"Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen." 

Zehn Jahre Carl-Blum-Haus - Ein Beitrag von Pastor Heye Osterwald

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Zehn Jahre ist es her, als die Arbeiten am (Um)bau eines Kindergartens in Sadaroschje zu einem Altenheim aufgenommen wurden. Vorausgegangen waren viele Gespräche und Überlegungen für ein Projekt, dass es bis dahin in der Evang.-luth. Kirche in Russland noch nicht gegeben hatte: Ein kirchliches Altenheim. Anlass für den Bau war die Situation vieler alter Menschen im Kaliningrader Gebiet, besonders derjenigen, die auf eine umfangreiche Pflege angewiesen sind. Nur sehr unzureichend greift hier das russische Gesundheitssystem. Mit der Einrichtung eines Altenheimes wollte die Kirche ein Zeichen setzen. "Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen." Der Satz aus dem Galaterbrief ging sozusagen als Leitwort der Aufgabe voran. Das Ziel der Einrichtung ist unser Beitrag für ein würdiges Leben im Alter. Dazu gehört eine gute körperliche und seelische Versorgung und Begleitung auf der letzten Wegstrecke des Lebens. 

Die Zahl der Unterstützer für den Bau des Carl-Blum-Hauses, für eine angemessene Ausbildung des Pflegepersonals, und nicht zuletzt die Einrichtung des Hauses war groß. So konnte ein Kooperationsabkommen mit der Diakonie in Neuendettesau geschlossen werden, mit dem u.a. regelmäßige Fortbildungen des Personals zugesichert wurden. Beratend und unterstützend zu Seite stand die Nordelbische Kirche mit den beiden Diakonischen Werken in Hamburg und Rendsburg, und dem Rauhen Haus in Hamburg. Finanzielle Unterstützung gab es über die Jahre von der Königsberghilfe in Bonn-Bad-Godesberg, der Stiftung Maagdenhuis in Amsterdam und der Johannitergemeinschaft in Hannover, die darüber hinaus eine große Menge an Gebrauchsmaterialien gespendet haben. Wir danken den vielen Einzelspendern und -Spenderinnen in Deutschland und den Niederlanden für ihre treue Unterstützung. Patenschaften für einzelne Plätze wurden übernommen, mithilfe es gelungen ist, die Finanzierung des Hauses  zu sichern.  

Im Sommer 2006 konnte nach knapp zweijähriger Bauzeit das Carl-Blum-Haus durch den damaligen Bischof der Evangelisch-luherischen Kirche im europäischen Teil Russlands, 

Bischof Siegfried Springer, seiner Bestimmung übergeben werden. 

Dankbar blicken wir zurück auf die vergangenen acht Jahre, in denen vieles von dem, was man sich damals vorgenommen hatte, umgesetzt werden konnte. Schwierigkeiten bereitet der Propstei allerdings immer mehr die finanzielle Situation. In der Regel sind in Russland alle sozialen Einrichtungen in staatlicher Hand. Ein System wie in Deutschland, nach dem der Staat soziale Einrichtungen mitfinanziert, die in privater oder kirchlicher Trägerschaft sind, gibt es in Russland nicht. 

Es ist nunmehr geboten nach Wegen zu suchen, mit denen die Finanzierung des Carl-Blum-Hauses auch in Zukunft gewährleistet werden kann. Ein wichtiger Mosaikstein könnte die Einrichtung eines Förderkreises in Deutschland sein. Das Regelwerk des Förderkreises könnte sich etwa so zusammensetzen (einige Grundlinien):

  • Ziele:  Der Förderkreis ist ein Zusammenschluss von Menschen, die sich für die Arbeit im Carl-Blum-Haus interessieren und durch ihr Engagement die Propstei in ihrer Aufgabenerfüllung unterstützen und stärken wollen. Der Förderkreis will dafür Sorge tragen  es für die Arbeit im Carl-Blum-Haus zusätzliche Ressourcen ( z.B. Geld und Sachmittel, Know-how und andere freiwillige Zuwendungen) zu erschließen.
  • Mitgliedschaft: Mitglied im Förderkreis kann jede natürliche oder juristische Person durch schriftliche Beitrittserklärung werden. Auf die kirchliche oder regionale Bindung kommt es dabei nicht an. Jedes Mitglied legt selbst fest, ob und in welcher Höhe es den Förderkreis mit einem Beitrag unterstützen will. Die Mitgliedschaft im Förderkreis endet durch schriftliche Austrittserklärung und ist jederzeit kündbar. 
  • Verwendung der Mittel: Über die Verwendung der Förderkreismittel entscheidet der Förderkreisvorstand unter Beachtung der Zweckbindung.
  • Mitgliederversammlung: Die Mitglieder des Förderkreises werden mindestens einmal jährlich im Rahmen einer Mitgliederversammlung über die Arbeit des Förderkreises informiert. 
  • Leitung des Förderkreises: Der Förderkreis wird geleitet durch einen von der Mitgliederersammlung zu wählenden Vorstand. Dem Vorstand gehören an: Ein Vorsitzender/Vorsitzende und StellvertreterIn, SchriftführerIn und StellvertreterIn, 3 BeisitzerInnen

Wenn Sie interessiert sind oder Fragen zu dem Förderkreis haben, wenden Sie sich gerne an Pastor Heye Osterwald (Tel. 040/740 41 726; Mobil: 0175 641 37 82;  Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.  )

(Heye Osterwald, Pastor und ehemaliger Propst in Kaliningrad/ Königsberg)


Carl - Blum -Haus: Wo das Gebet fließt, wie ein Fluss.

Unsere Vikarin Swetlana Yantschurkina hat den Seelsorgedienst im Carl-Blum-Haus übernommen. Sie lässt einige Bewohner jetzt „sprechen“:

DasCarl-Blum-Haus steht in Sadoroschnoje, was ungefähr wie „hinter der Straße“ („jenseits der Straße“) heißt.

Nur manchmal rasen entlang der Straße die „Speedies“ – Autos - vorbei. 

Hätte nur ein Auto am Haus Halt gemacht! - Aber nein, es gab keins heute. Und im Haus wird oft gebetet - wie ein unermüdlicher Fluss - das Beten und Flehen.

Das Beten  und Flehen, die Tochter möge an die alte Mutter denken, die wohl längst vergessen wurde.

Das Beten und Flehen um den Sohn, der sich seit drei Jahren nicht mehr blicken lässt; das Beten und Flehen um die Enkel; und um diejenigen, die schon lange nicht mehr leben. 

Sie ist nicht allein. Es gibt viele hier, so wie sie, Männer und Frauen, die ganz alten und die jüngeren, Väter und Großväter, Omas und Mütter. 

Jeder hatte in seinem Leben dieses und jenes in Überfluss gehabt. Doch es ging etwas schief im Leben, etwas war nicht richtig. Und so bleibt nur die Frage: Warum? Weshalb? 

Die Einsamkeit! 

Die wird hier übel genommen: Dem Leben, den Menschen, dem Gott!

Doch Gott vergisst nicht, nur er allein denkt an sie. An die, die ihn brauchen.  An die, die ohne Gebet nicht einschlafen können, Die den Gott anrufen, um ihn mit in ihre Träume zu nehmen.

An die, die in dem Carl-Blum-Haus wohnen,  im Dorf mit einem seltsamen Namen,  

(Swetlana Yantschurkina , Vikarin , Tschernjachowsk/ Insterburg, (Übersetzung: Daniil Borodovskoy)

 

Carl - Blum - Haus:Spendenaufruf

Liebe Leserin, lieber Leser! Sie haben eben die vielen Informationen über unser Alten- und Pflegeheim zur Kenntnis genommen. Die finanzielle Situation ist bedrückend. Bitte helfen Sie uns. Jeder Euro hilft. Laden Sie uns ein zum Vortrag. Wir kommen gern! 

Besonderen Dank an dieser Stelle der Familie Erhart Steger aus Nürnberg.

 

 

 

Eltern mit behinderten Kindern - 

Eine Gemeindegruppe mit Kraft, Mut und Hoffnung

Wenn Sie unsere Auferstehungskirche besuchen, müssen Sie unbedingt die Ausstellung der Gruppe „Kapelka“ (Tröpfchen) ansehen. Alles hier, von der Renovierung des Ausstellungsraums bis zu den dort ausgestellten Bildern und Souvenirs, wurde mit den Händen der Behinderten mit ihren Eltern gemacht (hier eine Weihnachtskarte 2013).

Das physische Leiden und seelischer Schmerz der Menschen mit eingeschränkten Möglichkeiten konnten auf göttliche (wundersame) Art und Weise mit ihren Talenten, Fähigkeiten, eben den „Gaben“ entschädigt werden. Die Kirche hilft den Betroffenen nur, diese Geschenke auszupacken. Zweimal in der Woche treffen sich die Behinderten und Familien mit behinderten Kindern, um gemeinsam zu malen oder Souvenirs zu basteln. Und so entstehen kleine Wunder…

Sie werden in ihren Werken keine traurigen Sujets oder düstere Farben finden. Nur das Licht, die Wärme, die Freude. Ein Vogel, der auf dem Zweig der feuerroten Eberesche sitzt. Die ersten Frühlingsblumen, die Hyazinthen im zarten Rosa-Blau. 

Die humorvollen, als eine alte Stadt stilisierten Postkarten. Das Schaffen beflügelt. Und siehe da, die Hände der Gruppenmitglieder haben schon zwei Kirchenblumenbeete gestaltet. Was kommt als Nächstes? Warten wir mal ab. Eins ist klar, wir werden diesen Weg weiter gehen und uns dabei gegenseitig unterstützen. 

(Elena Evdokimona; Bild: Silke Bauch; Übersetzung: Daniil Borodovskoy)

Kaliningrad/ Königsberg: Christen helfen behinderten Kindern - Umwidmung Projekt 

„Ende 2012 hatte ideaSpektrum seine Leser auf Bitten der Evangelisch-Lutherischen Propstei Kaliningrad/Königsberg dazu aufgerufen mitzuhelfen, dass es den ersten christlichen Kindergarten im ehemaligen Nordostpreußen gibt, das seit Kriegsende zu Russland gehört. In der Region mit über eine Million Bürgern leben nach 45 Jahren strengem Atheismus (von 1945 bis zum Ende der Sowjetunion 1991) bisher nur wenige Christen. Der Kindergarten sollte sowohl für die Kinder der etwa zehntausend dort lebenden Russlanddeutschen als auch für den Nachwuchs russischer Eltern offen und deshalb zweisprachig sein. Etwa 30.000 Euro sind aufgrund der einmaligen idea-Bitte zusammengekommen. Allen Spendern dankt sehr herzlich der Pfarrer der Königsberger Gemeinde und stellvertretende Propst des Gebietes, Thomas Vieweg. Wie er idea mitteilte, wäre allerdings die zehnfache Summe nötig, um einen christlichen Kindergarten aufzubauen. Pfarrer Vieweg bittet nun alle ideaSpektrum-Spender um ihr Einverständnis, dass ihre Gabe für ein Zentrum für Eltern mit behinderten Kindern eingesetzt wird. Es gibt bereits eine entsprechende Gruppe, die sich zweimal in der Woche in der Gemeinde trifft. Doch noch fehlt im Gemeindezentrum ein Zugang, der rollstuhlgerecht wäre. Außerdem gibt es im Blick auf die Räume noch erhebliche bauliche Mängel („Es regnet rein...“). Wer dazu Fragen hat, kann sich gern an die Propstei wenden.“ ideaSpekrum Juni 2014

 

4 Wochen Praktikum in der Propstei - Ein Bericht

Es ist Samstag, der 24. Mai 2014, ich bin auf dem Flughafen Chrabrowo/Kaliningrad und warte auf meinen Rückflug nach Deutschland. Hinter mir liegen ganz besondere vier Wochen, die ich in der Evangelischen Propstei Kaliningrad verbringen konnte.

Aber noch mal zurück. Am Anfang stand die Idee, trotz Berufstätigkeit und fester Anstellung als Leiterin der Evangelischen Beratungsstelle in Halle/Saale ein kleines Stück Auslandszeit zu erleben und dabei etwas sinnvolles zu tun. Dafür verwendete ich meinen diesjährigen Jahresurlaub. Da meine Großeltern aus Tilsit stammen fiel die Wahl auf das Kaliningrader Gebiet. Der stellvertretende Propst Thomas Vieweg ließ sich schnell für meine Idee begeistern und ermöglichte mir den Weg nach Kaliningrad.

In den vier Wochen wohnte ich in der Propstei und brachte mich überwiegend in die diakonische Arbeit ein. Gut betreut von Elena Ewdokimowa begleitete ich den Besuchsdienst und nahm an den Treffen der Selbsthilfegruppe für behinderte Menschen und Eltern mit behinderten Kindern teil. Diese Gruppe betätigt sich auch künstlerisch und wir gestalteten in dieser Zeit einen Raum mit der ersten kleinen Verkaufsausstellung. Außerdem standen auch Gartenarbeit und die Neugestaltung der großen Beete auf dem Plan. Ich half dabei, das schon länger geplante Cafe`in der Kirche voranzutreiben und am Sonntag, dem 18. Mai 2014, konnte der erste Kaffee ausgeschenkt werden. 

Des Weiteren verbrachte ich drei Tage im Pflegeheim „Carl-Blum-Haus“ in Sadoroschje. Ich war überrascht, wie offen mir die alten und teilweise dementen Menschen begegneten. Ich hatte den Eindruck, die Bewohner fühlen sich in der kleinen, familiären Einrichtung wohl. Betroffen machte mich das Fehlen von Beschäftigung. Es war eine Herausforderung, mich gemeinsam mit den Bewohnern auf das Warten und Sitzen einzulassen.

Insgesamt verging die Zeit wie im Flug und war gefüllt mit vielen Begegnungen und Erlebnissen. Dabei war mir ein kleiner Einblick in die russischen Lebensverhältnisse möglich, der dem bloßen Touristen entgeht. Ich habe schwierige Lebensverhältnisse gesehen und bin sprachlos über den jahrelangen Umgang mit Behinderungen in Russland. Mir aus Deutschland bekannte Strukturen der Finanzierung sozialer Arbeit scheinen fast völlig zu fehlen und dies obwohl der Hilfebedarf offensichtlich ist. Die Evangelische Propstei leistet auf diesem Gebiet einen wichtigen finanziellen und menschlichen Einsatz.

Neben aller Arbeit blieb natürlich auch Zeit sich die Stadt anzusehen und an die Ostsee zu fahren. Einen Tag verbrachte ich in Tilsit und konnte dort auch sehen, was sich seit meinem letzten Besuch vor fünf Jahren im Stadtzentrum positiv verändert hat. 

Die Mitarbeiter der Propstei und Gemeindemitglieder begegneten mir sehr offen und freundlich. Durch die guten Deutschkenntnisse der Mitarbeiter konnte ich meine mühsam aufgefrischten Russischkenntnisse leider nicht spürbar verbessern, andererseits waren auf  Deutsch auch Gespräche möglich, die mein Touristenrussisch nicht hergegeben hätte. 

Auf diesem Weg noch einmal vielen Dank an alle, die mir diese besondere Zeit ermöglicht haben.

Silke Bauch

 

Gussev/ Gumbinnen: Internatsschüler aus Louisenlund leisten humanitäre Hilfe

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Seit einer Anzahl von Jahren bekundete die Leitung des Internats ein Interesse, die humanitäre Hilfe nach Russland wieder aufleben zu lassen, um Schülern die Bedürftigkeit, die Art zu leben, das soziale Leben, soziale Einrichtungen, Landschaften und Kultur zu zeigen und sich aktiv einzubringen.

Der neue Bürgermeister von Gussev/ Gumbinnen Jevgeny Michailov hatte dieses Jahr als eine seiner ersten Amtshandlungen die Gruppe aus Louisenlund eingeladen (8 Jungens, 2 Mädchen und 2 erwachs. Verantwortliche). Es ist ein Übereinkommen geschlossen worden, dass sich künftig Schüler aus Gumbinnen und aus Louisenlund alljährlich treffen (gegenseitige Besuche).

Die Jungs und Mädchen des Internats haben in den Tagen verschiedene Reparaturen (u.a. Wasserhähne repariert und ausgewechselt)  im Haus Salzburg durchgeführt und den Zaun entlang der Straße neu gestrichen.

Dem Carl-Blum-Haus wurde einer Menge an Bettwäsche, Oberbetten, Pampers, Schwesternkleidung und eine Spende übergeben. Die Leiterin hat anhand von Belegen die verabredete Verwendung einer Spende im April nachgewiesen. Auch der neue Gefrierschrank wurde besichtigt. 

Das Sozialheim für Kinder und Jugendliche „Arche“ in Gussev/ Gumbinnen (siehe Bild oben) wurde reich mit Spielsachen und Kleidung versorgt. Darüber hinaus wurde Kleidung und Schuhwerk individuell für die Kinder und Jugendlichen vor Ort eingekauft. Im Jugendheim haben die Internatsschüler einen Neuanstrich eines Sommerhauses durchgeführt. Im Übrigen wurde mit den Kindern gespielt und die die mitgebrachten Sportgeräte erklärt und getestet.

Deutsche Schüler sollen sich für Russland interessieren und sich nützlich und unterstützend einbringen. Dabei wurde der Gedanke geboren, Soldatenfriedhöfe aus dem 1. Weltkrieg gemeinsam mit russ. Schülern aufzuräumen und zu gestalten.

Ein herausragendes Ereignis war das Herrichten eines Soldatenfriedhofs aus dem 1. Weltkrieg bei Pillkallen. Gemeinsam haben russ. und deutsche Schüler, russ. Soldaten und Bürger aus Gumbinnen als auch einige aus Heiligenbeil den Friedhof, auf dem gemeinsam russische und deutsche Soldaten begraben sind, wieder in Ordnung gebracht. Zum Abschluss wurde vom örtlichen Popen eine Andacht gehalten und ein orthodoxes Kreuz errichtet.

Christian Frhr. v. d. Leyen, Johanniter-Hilfsgemeinschaft Hannover

 

Trauer in der Propstei:  Tatjana Ilyenko

geboren am  10.10.1948  - 

verstorben am 24.04.2014

hat sich als Vorsitzende des Propsteirates der 

Ev. Luth. Propstei Kaliningrad/ Königsberg über lange Jahre und in besonders schwierigen Zeiten außerordentliche Verdienste erworben.

Ihr herzliches und offenes Auftreten als ehrenamtliche Mitarbeiterin, die enge Verbundenheit zu ihrer Kirche und ihre selbstverständliche Art, christliche Hoffnung zu leben, 

werden uns in Erinnerung bleiben.

In tiefer Dankbarkeit und Trauer nehmen wir Abschied  von unserer Freundin und treuen Schwester in Christus.

Die Beerdigung war am 25.04.2014 in Gawrilowo/ Gawaiten/Herzogsrode statt.

Ev. Luth. Propstei Kaliningrad/ Königsberg

Propsteirat

Maria Goloshapowa, Pröpstin

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DANKE DANKE DANKE............

Hier danken wir allen Spendern und Spenderinnen!!! Sie unterstützen in großartiger Weise das kirchliche und diakonische Leben in der Propstei Kaliningrad (Nordostpreußen). 

In dieser Ausgabe des Propsteibriefes grüßen wir in besonderer Weise die Spender und Spenderinnen, die betont nicht genanntwerden wollen oder anonym uns treu zur Seite stehen.

Besonders danken wir dem Gustav Adolf Werk Sachsen und der Nordkirche, unserer Partnerkirche, für die finanzielle „Grund-Versorgung“. Gerade diese allgemeine Finanzierung sichert unser kirchliches Leben. Wir sind uns bewußt, dass hinter diesen Hilfen viele spendende Einzelpersonen stehen. 

Spenden: 

Bitte alle Spenden über unsere Bankverbindungen Nordkirche und GAW in Sachsen überweisen 

mit ZWECKBESTIMMUNG. Erst durch diese Praxis wird eine Transparenz möglich. 

Sie können uns hier wirklich helfen. Danke.

 

HOMEPAGE www.propstei-kaliningrad.info 

Unser Leben ist wirklich vielfältig und spannend. So wollen wir nun zeitnah darüber berichten.

Bitte schauen Sie auf unsere HOMEPAGE

Erreichbarkeit TelefonNeue Einwahl-Nummern:

007- 4012 - 95 62 87Pröpstin/ Stellvertreter

007- 4012 - 95 64 01Verwaltungsleitung

007- 4012 - 95 60 01Sekretariat

007- 4012 - 95 61 12Gemeinde Kaliningrad

Denken Sie an den Zeitunterschied (Winter: Plus 2 Stunden;  Sommer: 1 Stunde Plus) 

Im Internet können sie erstaunlich günstige Vorwahlnummern für Festnetz und Mobilnetz finden. 

(www.billiger-telefonieren.de/laender/russland/)

 

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Wir wünschen Euch/ Ihnen ein gesegnetes Pfingstfest

Eure/ Ihre Pröpstin Maria Goloshapowa und die gesamten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Propstei.

Euer/Ihr Pfarrer Thomas Vieweg und Monika Vieweg  Kaliningrad - Königsberg

 

Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, hier die Spendenkonten: 

(Falls Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, vergessen Sie bitte nicht die Anschrift auf dem Einzahlungsbeleg)

Gustav-Adolf-Werk in Sachsen e.V. (GAWiS) , Konto 164 105 00 12 KD-Bank-LKG Sachsen   

BLZ 350 601 90 Kennwort: Kaliningrad

Zentrum für Mission und Ökumene (Nordkirche)            Konto 273 75, EDG Kiel, 

BLZ 210 602 37;   Kennwort: 8101 Kaliningrad 

 

Spenden für das  Altenheim „Carl-Blum-Haus“ über das Konto von Zentrum für Mission und Ökumene      

Kennwort: Carl-Blum-Haus


 

Information             26.04.2014    

Unsere Fahrt nach Svetlyj/ Zimmerbude

 

Am 11. April, mit dem 5-Uhr-Schlag der Christuskirchenuhr und nach einem kurzen Segenswort und Gebet, ging unsere Fahrt nach Svetlyj los. Wir fuhren mit zwei Kleinbussen der Jugendarbeit Glauchau-Rochlitz und einem der Familie Böhme. (Ein ganz herzliches „Dankeschön“ für die Bereitschaft und das Vertrauen, uns dieses Fahrzeug zur Verfügung zu stellen.) Wir, das waren 14 Niederfrohnaer, der Pfarrer und André van der Hamm aus Norderloos. Nach etlichen Pausen und einem Aufenthalt an der Grenze von nur 1¼ Stunden kamen wir 20 Uhr (nach unserer Zeit: 19 Uhr) wohlbehütet im Hotel in Kaliningrad an. Die Zimmer waren in einem sehr gutem Zustand.

Am Sonnabend war ein Ausflug zur Kurischen Nehrung geplant. Nach einem kurzen Stopp an der Ostsee fuhren wir weiter bis zum Wanderweg einer Düne. Von der Aussichtsplattform hatten wir einen schönen Blick auf die gewaltige Wanderdüne und das Haff und Ostsee. Danach ging es zu den Autos. Wir stärkten uns aus Frau Hummitzschs Picknick-Korb. Weiter ging die Fahrt nach Litauen. Dort besuchten wir den Welterbe-Ort Niden (auch bekannt als Urlaubsdomizil von Thomas Mann). Ein traumhaft schöner Ort.

Am Sonntag, dem wichtigsten Tag unserer Reise, besuchten wir am Vormittag den Gottesdienstion der Propsteikirche in Kaliningrad. Die Predigt hielt der ehemalige Propst Osterwald aus Deutschland. Ein Dolmetscher übersetzte. Danach gab es in der Propstei das Mittagessen. 14 Uhr war der Einweihungsgottesdienst in Svetlyj geplant. Er begann 14.30 Uhr! Die Weihe nach Bischof Brauer aus Moskau vor. (Er brauchte keinen Dolmetscher; er spricht perfekt Deutsch.) Unser Pfarrer Bilgenroth hielt die Predigt über das Jesuswort: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; ...“ (Joh 6,35). Pfarrer Kimme gab einen Überblick über die Jahre des Bauens. Als Abschluss feierten wir alle zusammen das Heilige Abendmahl.

Es ist ein sehr schönes Haus geworden und ein wunderschöner Gemeindesaal. Hoffen und beten wir, dass dies unseren Schwestern und Brüdern in Svetlyj zum Segen gedeiht.

Im Anschluss konnten wir uns von einem reichhaltigen Büfett stärken - wir brauchten dazu sächsische Spezialitäten mit. Nun war Zeit zum Austausch, alte Freude treffen, neue kennenlernen. Es war ein segensreicher Tag.

Nach einer Stadtrundfahrt in Kaliningrad am Montag traten wir die Heimreise an und sind alle müde, aber wohlbehütet wieder zu Hause angekommen.

Karin Mengert






Information             24.04.2014  Trauer in der Propstei

 

Losung für Donnerstag, 24. April 2014

 

Es sei Gutes oder Schlechtes -                                                                                       auf die Stimme des HERRN, unseres Gottes, werden wir hören.
Jeremia 42,6

 

 


 

Tatjana Ilyenko

                      geboren am  10.10.1948  - verstorben am 24.04.2014

 

 hat sich als Vorsitzende des Propsteirates der Ev. Luth. Propstei Kaliningrad/ Königsberg über lange Jahre und in besonders schwierigen Zeiten außerordentliche Verdienste erworben.

 

Ihr herzliches und offenes Auftreten als ehrenamtliche Mitarbeiterin, die enge Verbundenheit zu ihrer Kirche und ihre selbstverständliche Art, christliche Hoffnung zu leben, 

werden uns in Erinnerung bleiben.

 

In tiefer Dankbarkeit und Trauer nehmen wir Abschied 

von unserer Freundin und treuen Schwester in Christus.

 

Die Beerdigung findet am 25.04.2014 um 13 Uhr in 

Gawrilowo/ Gawaiten/Herzogsrode statt.

 

 

Ev. Luth. Propstei Kaliningrad/ Königsberg

Propsteirat

Maria Goloshapowa, Pröpstin

Thomas Vieweg. Pfarrer und Dekan i.R.

Tatjana


Besuch in Schwarmstedt

                                       

                                                                   Besuch in der Partnergemeinde in Schwarmstedt im März 2014


Information             20.04.2014    Ostersonntag

EVANGELISCH-LUTHERISCHE KIRCHE IN RUSSLAND

PROPSTEI KALININGRAD (KÖNIGSBERG)

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Rundbrief Nr. 1/2014                                                                            Kaliningrad/Königsberg, Ostern 2014

 

 

 

 

O S T E R G R U S S

 

Christus spricht: „Ich war tot; und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit; und ich habe die Schlüssel der Hölle und des Todes“ (Offenbarung 1,18). 

So lautet die Losung des neuen Lebens. Bewahrt sie in Eurem Herz.

Christus ist auferstanden! Christus ist wahrhaftig auferstanden! Christus ist auferstanden! Halleluja!

Osterkreuz Auferstehungskirche

Христос воскрес, воистину воскрес!   (Fensterkreuz Auferstehungskirche)


Liebe Brüder und Schwestern, 

wir haben auf dieses frohes Fest ein ganzes Jahr gewartet. Warum mögen Leute das Ostern und erwarten es?  Warum wartet die Natur so auf Frühling? Warum kommt das Ostern und der Frühling zusammen? Weil der Frühling der Beginn eines neuen Lebens für jedes Lebewesen bedeutet. Alles, was tot war, wird wieder lebendig: Kahle, schwarze Bäume werden zum Leben erwachen, leblose, durchgefrorene Felder werden grün. Im Frühjahr lebt die Natur auf, und das neue Leben beginnt. Auch Ostern ist der Anfang des neuen Lebens. Eine neue Erschaffung! Das Siegesfest des Lebens über den Tod.  Jetzt feiern die Menschen in der ganzer Welt das Osterfest, 

und zwar auf sehr unterschiedliche Weise. In unserem Land sind es die Orthodoxen, die Katholiken und die Lutheraner. Jede Konfession hat ihre eigenen damit verbundenen Traditionen und Bräuche. Trotzdem kommt auferstandener Christus in jede Kirche, in jedes Haus, in jedes Herz, das sich zum Christus als Erlöser bekennt. Und heute an einem Tag feiern die Christen ganzer Welt in allen Kirchen, auf verschiedenen Sprachen das wichtigste Ereignis ganzer Menschheit – ein frohes Christi Fest. 

Und, nach meiner Meinung, ist es sehr wichtig, dass ein einiger Gott für die ganze Menschheit auferstanden ist, um diese vielkonfessionelle Welt zu retten.

Liebe Brüder und Schwestern, ich wünsche Euch an diesem Fest, dass der Auferstandene Erlöser zu jedem von Euch kommt, in Eure Kirche, in Eures Haus, in jedes Eurer Herzen.

Frohes Fest der Auferstehung Christi!

Swetlana Jantschurkina , Vikarin(Foto: Auferstehungskirche, Altarraum

Tschernjachowsk, Insterburg    

 

Evangelisch in Gebiet Kaliningrad/ Königsberg - Informationen aus der Propstei

Am Beginn des Jahres 2014 schauten wir zunächst zurück: Was haben die Reformen im Jahr 2013 gebracht? Wie gestaltet sich das geistliche und kirchliche Leben? Haben die Spar-Maßnahmen wirklich geholfen? Manch einer hätte sich schnelle Berichte gewünscht... Aber wir sind der Meinung, dass nur gesicherte Ergebnisse auch in der Öffentlichkeit besprochen werden können.

Nun tagte die Synode am 12.04.2014 in Kaliningrad/ Königsberg.

Alle Berichte lagen endlich vor: Deutsche Revision 2013, Russische Revision 2013, Jahresrechnung 2013 und der Haushaltplan 2014. Ergebnis: Alle waren zufrieden und dankbar. Natürlich gab es einige Vorschläge und Fragen. Wir haben mit dem uns anvertrautem Geld gut gewirtschaftet und beginnen, nun (endlich) auch ein paar Rücklagen zu bilden. Erfreulich ist, dass die Gemeinden nun auch stabil für die Propstei einen Beitrag zahlen. 

Besonders eindrücklich ist das Wachsen der Ambulanten Diakonie in unserer Propstei. Durch gezielte Spenden und dauerhafte Hilfen von Stiftungsgeldern konnte hier ein segensreicher diakonische Arbeitszweig neu eröffnet werden. Gerade im ambulanten Bereich sind wir organosatorisch flexibel und können schnell und aktuell reagieren. Wir benötige dazu keine Immobilien oder Wohnungen. Wünschenswert wäre natürlich ein Auto in der Region. Unsere Mitarbeiterinnen bewältigen ihren Dienst mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuss.

 

Personal

Auf Grund der Finanzlage konnten wir nicht alle Mitarbeiter/ -innen weiter beschäftigen. 

So entstand natürlich eine Arbeitsverdichtung in allen Bereichen: Gemeinde-Pfarrdienst, Verwaltung, technisches Personal. Ein großes Problem ist nun auch, dass die Gehälter unserer Mitarbeiter (ca. 300 - 400 Euro) im Vergleich sehr gering sind und durch die Inflation auch weiter reduziert werden. 

 

Gemeinden und Pastorenschaft: 

Hatten wir in der Vergangenheit 4 Regionen (Kaliningrad (Königsberg)/ Gussev (Gumbinnen), Tschenjachowsk (Insterburg) / Slawsk (Heinrichswalde) in der Propstei müssen wir nun der Realtät in die „Augen“ schauen. Insgesamt leben ca. 600 ev. luth. Christinnen und Christen (Haushaltvorstände) mit ihren Kindern in der Propstei. Sie verteilen sich auf 37 Gemeinden. Manchmal in sehr kleinen Gemeinden auf den Dörfern und andermal in größeren Zahlen in den Städten. Es versteht sich von selbst, dass nun nicht jede Woche der Pastor/ Pastorin den Gemeinden ein Besuch abstatten kann. Der Pastorenkonvent und der Propsteirat hat nun fiolgende Regelung ab Mai 2014 beschlossen:

1. Die Propstei besteht organisatorisch:

a) aus dem Propstamt in Kaliningrad (Königsberg): Eine Pröpstin; 

b)  2 Pfarrstellen: Kaliningrad (Königsberg) und Gussev (Gumbinnen) in Verbindung mit Tschernjachowsk/ Insterburg : Zwei Pastoren. 

2. In den Städten werden am Sonntag wöchentlich unter der Leitung von Pastoren Gottesdienste gefeiert. In den meisten Dörfern werden alle 14 Tage Gottesdienst angeboten. In z.Zt. 6 Gemeinden finden Gottesdienst alle 4 Wochen statt. Natürlich kann auf Wunsch oder Bedarf sofort diese Grundregel geändert werden. 

3. Z.Zt. arbeiten in der Propstei eine russische Pröpstin, zwei russische Pastoren und ein deutscher Pastor. Unterstützung erfahren sie von einem russischem Pastor im Ruhestand.

Weiterhin befindet sich eine Vikarin in Ausbildung.

 

Erstes Lektorenseminar

Dankenswerterweise hat sich nun eine Initiative entwickelt: Ausbildung von Lektorinnen und Lektoren. Pastor i.R. Thomas Passauer und Pastor Thomas Jabs (beide Berlin) haben nun im März 2014 in Gussev (Gumbinnen) ein Lektorenseminar mit 22 Teilnehmern durchgeführt. Die Resonanz war zahlenmäßig und inhaltlich sehr groß. Wir wollen nun auch weiterhin Männer und Frauen ermutigen, als Lektoren in der Propstei Gottesdienst tätig zu werden. So kann die Selbständigkeit von Gemeinden gestärkt und gefördert werden. Den Pastoren Thomas Passauer und Thomas Jabs danken wir sehr herzlich. Besonderen Dank sagen wir für die finanzielle Unterstützung des Berliner Freundeskreises für dieses Projekt.

 

Weiterbildung von Pflegekräften in der stationären und ambulanten Diakonie

Durch finanzielle Unterstützung der Aktion „Kirchen helfen Kirchen“ (Brot für die Welt) und der Diakonie Neuendettelsau (Schwester- und Bruderschaft und dem Europa-Institut Neuendettelsau) und von den Diakonissen Speyer-Mannheim ist ein neues auf 3 Jahre verteiltes Weiterbildungsprojekt für Pflegekräfte geplant. Beide diakonischen Einrichtungen (Neuendettelsau und Speyer) entsenden russisch sprechende Pflegekräfte aus Deutschland in unsere Einrichtungen (Carl-Blum-Haus, Kaliningrad/ Königsberg) für Weiterbildungsmassnahmen. Ebenso können unsere Pflegekräfte in diakonischen Einrichtungen in Deutschland Erfahrungen sammeln.

 

Sommer-Seelsorge in Kaliningrad (Königsberg)

Über die Ev. Kirche in Deutschland (EKD) wird in der Zukunft auch ein Sommer-Seelsorge-Dienst in Kaliningrad (Königsberg) organisiert. In der Sommerzeit (Juni - August) können deutsche Pastoren/ Pastorinnen für jeweils 4 Wochen in Absprache mit der EKD ihren Dienst innerhalb der Ev. Luth. Kaliningrad (Königsberg) absolvieren. Nähere Informationen bitte über Oberkirchenrat Michael Hübner (EKD) anfordern.

 

 

Russland/Ukraine: Stellungnahme von Bischof Dietrich Brauer, Moskau

Von den politischen Spannungen zwischen Rußland und der Ukraine sind die lutherischen Partnerkirchen betroffen. Sensible ist es für sie, sich deutlich zu positionieren. Vor wenigen Tagen wurde der Anschein erweckt, als würden die russischen Lutheraner die Annektierung der Krim voll und ganz befürworten. Das ist so nicht der Fall. Bischof Dietrich Brauer aus Moskau und kommissarischer Erzbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands nimmt  Stellung zur Situation in der Ukraine. Er schreibt:

"Mit größter Beunruhigung beobachten wir die gespannte Situation zwischen den Brudervölkern Russlands und der Ukraine. Leider werden, wie es schon oft in der Geschichte war, die einfachen Menschen zu Opfern der politischen Auseinandersetzung der Führungsetagen. Wir sehen, dass die christlichen Denominationen beider Seiten eine innere Spaltung erleben. Es geschieht eine Brandmarkung, eine Radikalisierung der Ansichten, der Informationskrieg geht weiter. Sowohl im Westen wie auch in Russland wird die Situation in der Ukraine äußerst einseitig dargestellt. Anstatt die realen Gründe der Krise in der Ukraine zu analysieren, denken viele in Klischees und Schablonen und gebrauchen manchmal sogar die Rhetorik aus der Zeit des „Kalten Krieges“.

In der Situation der Regierungslosigkeit, die in der Ukraine entstanden ist, haben die Einwohner der Krim den Wunsch geäußert, sich Russland anzuschließen. Als Bürger der Russischen Föderation, die nach ihren Gesetzen leben, akzeptieren wir ihre Entscheidung. Aber dabei können wir die Zerstörung des Vertrauensverhältnisses zwischen Russen und Ukrainern dennoch nur mit Beunruhigung wahrnehmen. Wir beten zu Gott um Weisheit für alle, denen die Verantwortung übertragen ist, Entscheidungen zu treffen, von denen die Zukunft der Beziehungen der beiden Länder abhängt. Auch äußern wir die Hoffnung, dass die Einheit unseres Kirchenbundes trotz dieser Umstände gewahrt bleibt, und vertrauen darauf, dass unsere europäischen und amerikanischen Partner nicht zulassen, dass die einfachen Menschen unter der Spannungssituation zwischen Russland und der Weltgemeinschaft leiden.

Als Christen sind wir dazu berufen, nicht in Schablonen und Klischees zu denken, sondern Friedensstifter für die Menschen der ganzen Welt zu sein, Verkünder der Frohen Botschaft Christi, und mit Liebe zu handeln. Christus sagt: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ (Joh 14,27)"


Brauer Vieweg

v.r.n.l. Bischof Dietrich Brauer und Pfarrer Thomas Vieweg

 

Anmerkung: Thomas Vieweg, Dekan i.R. und Pfarrer von Kaliningrad (Königsberg)

Die erste Aufgabe: Betet für den Frieden

Kaum zu glauben: Der Stimmungsumschwung geschah plötzlich und heftig. Die politischen Spannungen zwischen den Brudervölkern Russlands und der Ukraine haben natürlich Konsequenzen für das Zusammenleben der lutherischen Christen in Russland. Plötzlich tat sich wie ein Riss zwischen den Menschen auf: Jeder bewertete die aktuelle Situation in Kiew und auf der Krim anders. Die einen argumentieren mit der einseitigen „offiziellen“ Meinung der russischen Massenmedien. Die anderen können die englische und deutsche Sprache und informieren sich im Internet. Es ist besorgniserregend: Menschen haben Angst vor einen Krieg. Sehr schnell wird jetzt diese Vokabel gebraucht. 

Die zweite Aufgabe: Betet für den Frieden

Es ist wie ein Richtungswechsel: Begleitete nach der Perestroika fast 25 Jahre der Wind der Öffnung und Demokratisierung das Leben in Russland, bestimmt jetzt „wie über Nacht“ eine rückwärtsgewandte „Sowjetisierung“ das Denken und Reden. Beispiel: In staatlichen Organisationen und Betrieben werden die Mitarbeiter aufgefordert, „freiwillig“ an Demonstrationen und Versammlungen pro Anschluss der Krim teilzunehmen. Begleitet wird diese Entwicklung von einer ständigen Inflation, die gerade den Wenig-Verdienern im Lande sehr weh tut. 

Und abermals: Betet für den Frieden

Es ist brandgefährlich: Sowohl in Russland und in Deutschland argumentiert man in der Rhetorik des Kalten Krieges, plappert oft nur nach, was einen die sogenannten Fachleute in Funk und Fernsehen vorsagen. Christen sollten es genau wissen: Der Versucher, der „Durcheinanderbringer“, also der Teufel ist wieder mal unverkennbar unterwegs. Christen können aber nur eines: sich für den Frieden einsetzen. 

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Finanzen: Hier danken wir allen Spendern und Spenderinnen!!! Sie unterstützen in großartiger Weise das kirchliche und diakonische Leben in der Propstei Kaliningrad (Nordostpreußen). 

In dieser Ausgabe des Propsteibriefes grüßen wir in besonderer Weise die Spender und Spenderinnen, die betont nicht genanntwerden wollen oder anonym uns treu zur Seite stehen.

Besonders danken wir dem Gustav Adolf Werk Sachsen und der Nordkirche, unserer Partnerkirche, für die finanzielle „Grund-Versorgung“. Gerade diese allgemeine Finanzierung sichert unser kirchliches Leben. Wir sind uns bewußt, dass hinter diesen Hilfen viele spendende Einzelpersonen stehen. 

Spenden: 

Bitte alle Spenden mit ZWECKBESTIMMUNG über unsere Bankverbindungen Nordkirche und GAW in Sachsen überweisen. Erst durch diese Praxis wird eine Transparenz möglich. 

Sie können uns hier wirklich helfen. Danke.

 

HOMEPAGE www.propstei-kaliningrad.info 

Unser Leben ist wirklich vielfältig und spannend. So wollen wir nun zeitnah darüber berichten.

Bitte schauen Sie auf unsere HOMEPAGE: Unter der Punkt Aktuell können Sie neueste Nachrichten lesen. Wir veröffentlichen auch Ihre Berichte aus der Partnerarbeit.

Bitte schicken Sie uns Bilder und Berichte aus Gegenwart und Vergangenheit.

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Erreichbarkeit TelefonNeue Einwahl-Nummern:

007- 4012 - 95 62 87Pröpstin/ Stellvertreter

007- 4012 - 95 64 01Verwaltungsleitung

007- 4012 - 95 60 01Sekretariat

007- 4012 - 95 61 12Gemeinde Kaliningrad

Denken Sie an den Zeitunterschied (Winter: Plus 2 Stunden;  Sommer: 1 Stunde Plus) 

Im Internet können sie erstaunlich günstige Vorwahlnummern für Festnetz und Mobilnetz finden. 

(www.billiger-telefonieren.de/laender/russland/)

 

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Wir wünschen Euch/ Ihnen ein gesegnetes Osterfest.

Eure/ Ihre Maria Goloshapowa und die gesamten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Propstei.

Euer/Ihr Thomas Vieweg und Monika Vieweg  Kaliningrad - Königsberg

 

Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, hier die Spendenkonten: 

(Falls Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, vergessen Sie bitte nicht die Anschrift auf dem Einzahlungsbeleg)

Gustav-Adolf-Werk in Sachsen e.V. (GAWiS) , Konto 164 105 00 12 KD-Bank-LKG Sachsen   

BLZ 350 601 90 Kennwort: Kaliningrad

Zentrum für Mission und Ökumene (Nordkirche)            Konto 273 75, EDG Kiel, 

BLZ 210 602 37;   Kennwort: 8101 Kaliningrad 

 

Spenden für das  Altenheim „Carl-Blum-Haus“ über das Konto von Zentrum für Mission und Ökumene      

Kennwort: Carl-Blum-Haus


Die Störche sind da und brüten (hier ein "Turmbau zu Babel-Nest"

Störche


Die Wälder bei Prawdins (Friedland) sind ein "Teppich" von Anemonen....


Anemonen


Information             18.04.2014    Karfreitag

Lange ist über unsere HOMEPAGE nichts berichtet worden. Wir wollen nun der Reihe nach wieder weiter informieren.

Vieles ist in den Gemeinden, der Diakonie und der Propstei geschehen. Auch hat die aktuelle politische Situation natürlich Spuren hinterlassen.

 

Russland/Ukraine: Stellungnahme von Bischof Brauer

 

Von den politischen Spannungen zwischen Rußland und der Ukraine sind die lutherischen Partnerkirchen betroffen. Sensible ist es für sie, sich deutlich zu positionieren. Vor wenigen Tagen wurde der Anschein erweckt, als würden die russischen Lutheraner die Annektierung der Krim voll und ganz befürworten. Das ist so nicht der Fall. Bischof Dietrich Brauer aus Moskau und kommissarischer Erzbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche Russlands nimmt  Stellung zur Situation in der Ukraine. Er schreibt:

"Mit größter Beunruhigung beobachten wir die gespannte Situation zwischen den Brudervölkern Russlands und der Ukraine. Leider werden, wie es schon oft in der Geschichte war, die einfachen Menschen zu Opfern der politischen Auseinandersetzung der Führungsetagen. Wir sehen, dass die christlichen Denominationen beider Seiten eine innere Spaltung erleben. Es geschieht eine Brandmarkung, eine Radikalisierung der Ansichten, der Informationskrieg geht weiter. Sowohl im Westen wie auch in Russland wird die Situation in der Ukraine äußerst einseitig dargestellt. Anstatt die realen Gründe der Krise in der Ukraine zu analysieren, denken viele in Klischees und Schablonen und gebrauchen manchmal sogar die Rhetorik aus der Zeit des „Kalten Krieges“.

In der Situation der Regierungslosigkeit, die in der Ukraine entstanden ist, haben die Einwohner der Krim den Wunsch geäußert, sich Russland anzuschließen. Als Bürger der Russischen Föderation, die nach ihren Gesetzen leben, akzeptieren wir ihre Entscheidung. Aber dabei können wir die Zerstörung des Vertrauensverhältnisses zwischen Russen und Ukrainern dennoch nur mit Beunruhigung wahrnehmen. Wir beten zu Gott um Weisheit für alle, denen die Verantwortung übertragen ist, Entscheidungen zu treffen, von denen die Zukunft der Beziehungen der beiden Länder abhängt. Auch äußern wir die Hoffnung, dass die Einheit unseres Kirchenbundes trotz dieser Umstände gewahrt bleibt, und vertrauen darauf, dass unsere europäischen und amerikanischen Partner nicht zulassen, dass die einfachen Menschen unter der Spannungssituation zwischen Russland und der Weltgemeinschaft leiden.

Als Christen sind wir dazu berufen, nicht in Schablonen und Klischees zu denken, sondern Friedensstifter für die Menschen der ganzen Welt zu sein, Verkünder der Frohen Botschaft Christi, und mit Liebe zu handeln. Christus sagt: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ (Joh 14,27)"


Information             11.04.2014    Karfreitag

Saalfelder bei großem Kozertereignis im Dom zu Königsberg

11.04.2014 - 07:10 Uhr

Früchte der Versöhnungsarbeit: Saalfelder kommen begeistert aus Kaliningrad zurück. Memorandum zur intensiveren Zusammenarbeit unterzeichnet. Russisches Vokalensemble "Legende" kommt nach Unterwellenborn.


 
Michael Schönheit, der die Aufführung der Matthäus-Passion im Königsberger Dom leitete, bei den Proben mit der Staatsphilharmonie Kaliningrad, die erst am Tag vor dem Konzert erstmals gemeinsam mit allen Instrumentalisten und Chören aus Deutschland musizieren. Foto: privatMichael Schönheit, der die Aufführung der Matthäus-Passion im Königsberger Dom leitete, bei den Proben mit der Staatsphilharmonie Kaliningrad, die erst am Tag vor dem Konzert erstmals gemeinsam mit allen Instrumentalisten und Chören aus Deutschland musizieren. Foto: privat
Saalfeld/Kaliningrad. Als "emotional bewegend" wird die Aufführung der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach im Königsberger Dom am vergangenen Freitag immer wieder beschrieben - von den Sängern und Instrumentalisten aus Deutschland, von den Thüringer Landespolitikern, von den Konzertbesuchern. Ein besonderes Zeichen setzte Wolfram Hahnaus Stuttgart, der als vierzehnjähriger Konfirmand vor 70"Jahren die Aufführung der gleichen Passionsmusik im historischen Dom kurz vor dessen Zerstörung erlebte. Seinen ­Appell an Frieden und Völkerverständigung trug er im wiederaufgebauten Dom auf Deutsch und Russisch vor."Seine Eintrittskarte von damals liegt jetzt im Museum des Königsberger Doms", berichtetElisabeth Gräbner, die als Sängerin und Vorstandsvorsitzende des Kammerchors der Schlosskapelle Saalfeld zu den Aufführenden gehörte. Sie bedauert es ein bisschen, dass den Interpreten - neben dem Kammerchor und dem Collegium Vocale Leipzig auch die Thüringer Sängerknaben - wegen der Proben mit dem Orchester aus Kaliningrad kaum Möglichkeiten zur Besichtigung der Stadt und der Kurischen Nehrung blieben. "Es hat Zeit gebraucht, um uns ­zusammenzufinden", sagt sie, "denn die Russen musizieren mit viel Vibrato und Herz, die barocke Aufführungsweise ist dagegen eher schlank."Das Proben hat sich gelohnt, wie alle Reaktionen nach dem Konzert zeigten. "Einfach traumhaft", schwärmt Ottomar Glaubitt, der Vorsitzende des Saalfelder Ortsvereins des Bundes der Vertriebenen (BdV) vom Abend im Königsberger Dom: "Das Konzert war das größte Erlebnis meines Lebens!" Auch die Begegnungen der BdV-Busreisegruppe im Deutsch-Russischen Haus in Kaliningrad lässt ihn, der in Königsberg geboren wurde, optimistisch sagen: "Die deutsch russische Versöhnungsarbeit trägt Früchte."
  • Die Thüringer Landtagspräsidentin Birgit Diezel (rechts) und die Kaliningrader Dumapräsidentin ­Marina Orgejewa unterzeichnen das Memorandum.Die Thüringer Landtagspräsidentin Birgit Diezel (rechts) und die Kaliningrader Dumapräsidentin ­Marina Orgejewa unterzeichnen das Memorandum.
Zu diesen Früchten zählt ein gemeinsames Memorandum über die parlamentarische Zusammenarbeit des Thüringer Landtags und der Kaliningrader Gebietsduma, das die beiden Präsidentinnen, Birgit Diezel (CDU) und Marina Eduardowna Orgejewa (Partei Einiges Russland) kurz vor dem Konzert im Audienzsaal der Vertretung des Außenministeriums Russlands inKaliningrad unterzeichneten. Darin wird vereinbart, die Zusammenarbeit beider Regionen durch gegenseitige Besuche und den Austausch von Verwaltungsexperten sowie auf kultureller und kirchlicher Ebene, aber auch im Schulbereich und auf dem Gebiet des Naturschutzes zu intensivieren."Gerade vor den aktuellen ­Ereignissen in der Ukraine ist diese Zusammenarbeit wichtig", sagt Maik Kowalleck , Landtagsabgeordneter der CDU und Mitglied des interfraktionellen Freundeskreises Königsberg. Er sei "als Saalfelder stolz auf unsere Chöre" gewesen, als sie im ­Königsberger Dom sangen. Nach dem Besuch einer Schule in der Nähe von Kaliningradhält er "vieles für ausbaufähig - da ist was im Werden."Den kulturellen Austausch packte Andrea Wende gleich ganz konkret an. Die Bürgermeisterin von Unterwellenborn hatte Urlaub genommen, um im BdV-Bus mit nachKaliningrad zu fahren. Angetan von der ­Atmosphäre des Konzerts im Dom und von den herzlichen Begegnungen mit den Russen im Deutsch-Russischen Haus lud sie das Kaliningrader Vokalensemble "Legende" zu einem Konzert im Oktober nachUnterwellenborn ein.
Sabine Bujack-Biedermann 11.04.14 OTZ Ostthüringische Zeitung Saalfeld
Z0I0020773298

 

 

 

Information             12.02.2014    Vereinbarung mit der Partnerkirche in Russland

 

Wintereise des Landesbischofs von Sachsen nach Moskau, Orenburg und St. Petersburg

 

Bild: Vertreter der Moskauer Gemeinde mit der Delegation aus Sachsen in der St. Peter-und-Paul-Kathedrale

 

Von Oberkirchenrat Friedemann Oehme (Referent für ökumenische Beziehungen)

 

Landesbischof Jochen Bohl ist am 11. Februar von seiner Russlandreise zurückgekehrt. Gemeinsam mit einer sechsköpfigen Delegation besuchte er die Evangelisch-Lutherische Kirche Europäisches Russland (ELKER). Höhepunkt war der Gottesdienst am 9. Februar in der lutherischen St. Peter-und-Paul-Kathedrale in Moskau, in dem Landesbischof Bohl predigte.

 

Bild: Bischof Dietrich Brauer und Landesbischof Jochen Bohl (Foto: ELKER)
Unterzeichnung der Vereinbarung am 9. Februar

 

In diesem Gottesdienst wurde eine Vereinbarung zur Partnerschaft zwischen der sächsischen Landeskirche und der ELKER unterschrieben. Bischof Dietrich Brauer bezeichnet diese Partnerschaft als „Gabe und Einladung“. Viele lebendige Beziehungen zwischen Gemeinden und Kirchenbezirken seien in den vergangenen Jahren gewachsen. Mit der neu vereinbarten Kirchenpartnerschaft sind die Partner eingeladen, diese Beziehungen zu vertiefen und zu erweitern. Landesbischof Bohl verwies auf die Bekenntnisschriften und sieht im gegenseitigen Gespräch, in der Ermutigung und Tröstung der Schwestern und Brüder im Glauben die Mitte der Partnerschaft.

 

Am Gottesdienst nahmen auch die Präsidentin der ELKER-Synode, Olga Temirbulatowa aus Samara, Vertreter der Deutschen Botschaft und Gäste aus anderen Gemeinden der ELKER teil.

 

Bild: Ein Haus in Orenburg im tiefen Schnee (Foto: Pfr. Dr. Arndt Haubold)
Landestypisches Haus im tiefen Schnee

 

Zuvor hatte die Delegation am 7. Februar die Propstei Orenburg am Ural besucht. Seit 1998 besteht hier eine Partnerschaft mit dem Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz. Dort standen ein Besuch des Diakonischen Zentrums, des Priesterseminars der Russisch-Orthodoxen Kirche und ein Gespräch mit der Gebietsregierung des Oblast Orenburg auf dem Programm. Ein Abendgottesdienst mit der Orenburger Gemeinde beschloss diesen Tag. Das Gemeindehaus wurde auch aus Mittel der sächsischen Landeskirche errichtet. Pröpstin Inessa Thierbach dankte für die langjährige Unterstützung durch die sächsischen Partner.

 

In Moskau wurde die Delegation auch in der Deutschen Botschaft willkommen geheißen. In einem Gespräch im Kulturreferat wurden Fragen der kirchlichen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland und Unterstützungsmöglichkeiten für die ELKER beraten.

 

Bild: Einfache Wandmalerei im Untergeschoss der St. Petrikirche in St. Petersburg erinnert an Geschichte der Russlanddeutschen (Foto:ELKER)
Bilder an den Wänden im Keller der St. Petrikirche

 

Am Morgen des 10. Februar erreichte die Besuchergruppe St. Petersburg. Die Petrikirche am Newski-Prospekt ist Sitz der Zentralen Kirchenkanzlei des Bundes der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, der Ukraine, in Kasachstan und Mittelasien (ELKRAS). Dort wurden die Gäste aus Sachsen sehr herzlich von der Leiterin des Kirchenamtes, Marina Chudenko, begrüßt. Die Petrikirche wurde von 1962 bis 1991 als Schwimmbad genutzt. Ein Gedenkort zum Schicksal der Russlanddeutschen und die Reste des Schwimmbeckens erinnern heute noch an die Sowjetzeit, in der kirchliches Leben der lutherischen Kirche nicht möglich war.

 

Nach einem Gespräch mit Gemeindegliedern der St. Petrigemeinde stand ein Besuch des Theologischen Seminars der ELKRAS in Novo Saratovka, ein Vorort von St. Petersburg, auf dem Programm. Fragen der Ausbildung innerhalb der ELKRAS wurden dort diskutiert.

 

Bild: Gesprächsrunde in der St. Petrikirche mit Vertretern der St. Petersburger Gemeinde (Foto: ELKER)
Gesprächsrunde in der St. Petersburger Petrikirche

 

Zur Besuchergruppe gehörten neben Landesbischof Bohl Frau Beate Wagner, Leiterin der Orenburg-Partnerschaftsgruppe des Kirchenbezirks Bautzen-Kamenz, Superintendent Christian Behr für die Partnerschaft des Kirchenbezirks Dresden-Mitte mit der Zentralen Propstei Moskau, Pfarrer Dr. Arndt Haubold, Vorsitzender des Gustav-Adolf-Werkes in Sachsen, Oberlandeskirchenrat Dr. Peter Meis und der Referent für ökumenische Beziehungen, OKR Friedemann Oehme.

 

Partner aus der ELKER werden auch in diesem Jahr die sächsische Landeskirche besuchen. So wird die Pröpstin der Zentralen Propstei Moskau, Elena Bondarenko, am 27. April in der Dresdner Kreuzkirche predigen. Jugendliche aus Samara, Smolensk und Moskau haben sich für die Peace Academy zu Pfingsten an der Dresdner Frauenkirche angemeldet. Auch zu den Christlichen Begegnungstagen vom 4. bis 6. Juli in Breslau werden Gäste aus unserer Partnerkirche erwartet.

 

Bild: Sonntagsgottesdienst in der Kathedrale St.-Peter-und-Paul in Moskau (Foto: ELKER)
Landesbischof predigte in Moskau am Sonntag

 

Zur ELKER gehören 170 Gemeinden und 11 Propsteien. Nicht alle haben Beziehungen zu Partnern im Ausland. Besonders die Propstei Ufa in Baschkortostan ist auf der Suche nach Partnern. Diese Anfrage wurde der sächsischen Besuchergruppe mit ins Gepäck gegeben. Die Propstei Ufa baut aktuell eine diakonische Arbeit auf und will künftig darauf ihren Schwerpunkt legen. Es bestehen langjährige Beziehungen zwischen der Republik Baschkortostan und dem Freistaat Sachsen.

 

Vereinbarung über partnerschaftliche Beziehungen zwischen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland:

 

 

Bild: Gäste und Vertreter der St. Petersburger Gemeinde in der Petrikirche (Foto: ELKER)

v.l.n.r.: Oberlandeskirchenrat Dr. Peter Meis,  Landesbischof Jochen Bohl , Frau Beate Wagner, Leiterin der Orenburg-Partnerschaftsgruppe des Kirchenbezirks Bautzen-Kamenz, Monika Vieweg, Kaliningrad, stellv. Propst Thomas Vieweg, Kaliningrad, Superintendent Christian Behr für die Partnerschaft des Kirchenbezirks Dresden-Mitte mit der Zentralen Propstei Moskau, Marina Chudenko,  Leiterin des Kirchenamtes,  Irena Bijagowa, Deutsch-Russisches Begegnungszentrum, Pfarrer Dr. Arndt Haubold, Vorsitzender des Gustav-Adolf-Werkes in Sachsen,  und der Referent für ökumenische Beziehungen, Oberkirchenrat Friedemann Oehme.


Information             02.02.2014      WISSEN SIE, DASS …

 

… fast täglich Munition aus dem Zweiten Weltkrieg in Kaliningrad gefunden wird und viele Finder in leichtsinniger Weise mit diesen Funden hantieren?

 

… die hölzerne Brücke in der Oktoberstraße über den Pregel rekonstruiert wird? Es handelt sich um ein denkmalgeschütztes Objekt.

 

… das ein Großteil des bisher völlig verwahrlosten Pregelufers bis Mitte 2014 in eine respektable Fußgängerzone, ähnlich der Promenade am Oberteich verwandelt werden soll?

 

… das bis zum Jahre 2018 alle alten sowjetischen Wohnhäuser entlang des Pregel eine neue Fassade erhalten sollten?

 

… die Kaliningrader sich lieber im Tierpark in Gdanks erholen als den Zoo in 

 

… beim weiteren Ausbau der Stadtautobahn in Kaliningrad ein Schatz aus Silbermünzen gefunden wurde – teilweise datiert aus dem 15. Jahrhundert?

 

… die Stadt Kaliningrad plant, Eichhörnchen aus den umliegenden Wäldern nun 

 

… Kaliningrad die Ausrichterstadt der Musikfestivals „Brücken in die Zukunft“, „Baltischer Sturm“, „Tanz-Transit“, „City-Jazz“ und „Baltische Saison“ ist?

 

… Kaliningrad, damals Königsberg am 01. September 1255 als Festung gegründet wurde?

 

… Kaliningrad/Königsberg im Jahre 1724 zur Hauptstadt Ostpreußens wurde? Dies wurde möglich durch die Eingemeindung von Altstadt, Löbenicht, Kneiphof.

 

… im Jahre 2014 zwischen Kaliningrad und Litauen ein neuer Grenzübergang mit der Bezeichnung „Dubki“ gebaut werden soll?

 

… durch den Lizenzentzug bei der „InvestBank“ rund 350 Mitarbeiter arbeitslos geworden sind?

 

… Kaliningrad den Ausbau des Systems der „Liegenden Polizisten“ plant? Vor jeder Ampel soll jetzt eine „Schwelle“ eingerichtet werden.

 

… trotz geringer Hotelauslastung in Kaliningrad die Preise weiter wachsen? Der durchschnittliche Übernachtungspreis beträgt jetzt aktuell 68 Euro.

 

… das in Kaliningrad Schritt für Schritt sogenannte „Touristen-Marschstrecken“ erarbeitet werden? Diese sind, entsprechend den Interessen, nach Thematiken geordnet.

 

… Kaliningrad an allen Sehenswürdigkeiten große Hinweisschilder aufstellt? Zusätzlich finden Touristen dort einen Code, wo über Internet vor Ort zusätzliche Infos abgerufen werden können.

 

… die Tarife für Stromverbrauch im Mai 2014 in Kaliningrad wieder angehoben werden?

 

… auf dem Airport Chrabrowo im Rahmen der Rekonstruktion sogenannte „stille Zimmer“, also Gebetsräume eingerichtet werden sollen?

 

… Kaliningrad die Hauptstadt der am westlichsten gelegenen und der kleinsten Region der Russischen Föderation ist?

 

… Kaliningrad über den einzigen eisfreien Hafen Russlands verfügt?

 

… Kaliningrad in den Sommermonaten zu einer Festivalstadt wird? Es finden sehr viele nationale und internationale Musikveranstaltungen statt.

Quelle:  http://kaliningrad-domizil.ru/


 Information             01.02.2014      Turgenjewo/ Groß Legitten

 


Endlich: Drei lange Jahre hat es gedauert. Nun ist unsere Ev. Luth. Kirche in Turgenjewo/ Groß Legitten registriert und damit Eigentum der Ev. Luth. Propstei Kaliningrad/ Königsberg. Darüber sind wir sehr froh und dankbar.


Lieber Leser, liebe Leserin! Nun kommen Sie zu uns und machen sich selbst ein Bild.

Wenn Sie nicht kommen können? Dann sind wir sehr dankbar für eine Spende für diese Kirche!!


Turgenjewo Altar Kirche

Altarraum


Turgejewo Kirche Total hinten

"Grüne Weihnachten" 2013


Turgenjewo Kirchenschiff innen

Kirchenschiff


Turgejewo Eingangstür neu

2013 wurde die neue, "alte" Seitentür wieder eingebracht.


Turgenjewo Schild Kirche

Gedenktafel


Pulver  Anni Lore Lembke

Die Menschen, die einfach "zäh dran blieben" (v.l.n.r.):

Juristin Galina Shirva,

Verwaltungsleiterin Olessija Sadoroschnaja,

Fördermitglied Lore Lembke,

Initiatorin, Spenderin und gebürtig in Groß Legitten: Professorin Dr. Margarete Pulver,

Pröpstin Maria Goloshapowa,

Pfarrer Thomas Vieweg.


Molodawkin Sergej

Hier links die "gute Seele" von Turgenjewo/ Groß Legitten: Sergeij Molodawkin.

Er ist Vorsitzender der Gemeinde, Hausmeister, Kirchendiener,Handwerker, Gastgeber, Mitglied im Propsteirat Kaliningrad/ Königsberg, Mitglied in der Generalsynode der ELKER.


Besonderen Dank auch für die finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft evangelischer Ostpreussen (GeO) mit dem Vorsitzenden Propst i.R. Erhard Wolfram.



SIEHE auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kirche_Turgenewo









Kleiner Reiseführer erschienen


Buch


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Neues Kleines Büchlein erschienen:        Spende an Propstei: 6 Euro + Versandkosten

Bitte per e-mail mit Adresse bestellen!! 

ACHTUNG:


ALLE INFORMATIONEN

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SIND IM ARCHIV - bitte dort sich informieren -

 

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Aktualisiert (Donnerstag, 11. September 2014 um 19:04 Uhr) Geschrieben von: Montag, 14. Mai 2012 um 14:35 Uhr