Herzlich willkommen!

Kirche Mühlhausen / Gwardejskoje
Die Evangelisch-lutherische Propstei in Kaliningrad heißt Sie herzlich willkommen.
Sie ist Teil der Evangelisch-lutherischen Kirche im Europäischen Russland (ELKER). Zur lutherischen Kirche in der Oblast gehören ca. 2.100 Mitglieder in insgesamt 38 Gemeinden, die von derzeit fünf Pastorinnen und Pastoren sowie zwei Ruheständ-lern betreut werden.
Die Gemeinden sind auf vier Regionen verteilt. Deren Zentren sind: Kaliningrad (ehem. Königsberg), Gussew (ehem. Gumbinnen), Tschernjachowsk (ehem. Inster-burg) und Slawsk (ehem. Heinrichswalde).
Schwerpunkt der Arbeit ist neben Verkündigung und Seelsorge die Diakonie. Sie reicht von der Kinder- und Jugendhilfe über ambulante Pflegedienste bis zu stationä-ren Einrichtungen.
Über Ihren persönlichen Besuch in einer der Gemeinden oder diakonischen Einrich-tungen würden diese sich sehr freuen!
Die Auferstehungskirche der Gemeinde Kaliningrad (Prospekt Mira 101) ist mit den Buslinien 3 und 12, den Straßenbahnen Nr. 3 und Nr. 5, sowie den Marschroutkas 61, 74 und 82 zu erreichen
Jahreslosung 2012
„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“
(2. Korintherbrief 12, 9)
Letzte Aktualisierung: 06.04.2012
Aktuelles
Im Aufbau: Ambulante häusliche Pflege
Elena Evdokimova, Leiterin der Propstei-Diakonie, kann von erschütternden Fällen erzählen. Von hilflosen Menschen, die allein in ihrer Wohnung leben, ohne Hilfe, ohne Pflege. Und oft genug ohne ausreichend zu essen, ganz abgesehen von Heizmaterial im Winter. Und auf dem Land oft ohne Wasserleitung.
Vor allem in ländlichen Gebieten haben sich Frauen gefunden, die nach Kräften Hilfe leisten, wund gelegene Stellen pflegen, beim Waschen helfen, auch putzen oder einkaufen. Oft fehlt es an Pflegemitteln oder einfachsten Medikamenten. Zwar gibt es im Bezirk alles Nötige zu kaufen. Doch oft fehlt es am nötigen Geld. Etwa fünfzig Euro im Monat kostet solche Grundpflege.
Dieses Angebot soll ausgebaut werden. Frauen, gern auch Männer erwerben Grundkenntnis in häuslicher Pflege und gehen zu Menschen, die sich keine Pflegekraft leisten können. Zu alten oder kranken Menschen, zu Menschen mit Behinderungen. Helfen diesen Menschen, ein wenig angenehmer zu leben, ein wenig menschenwürdiger auch. Von acht Pflegestationen aus sollen zehn Pflegekräfte dazu beitragen, die Lebensbedingungen pflegebedürftiger armer Menschen im Bezirk zu verbessern.
Wer möchte, kann eine bestimmte Person für die Dauer der Pflege unterstützen. Elena Evdokimova wird in solchen Fällen die Verbindung herstellen. Oder Sie unterstützen die Ambulante Häusliche Pflege allgemein. Das macht es möglich, Geld gezielt da einzusetzen, wo es am nötigsten ist.
Konto:
Zentrum für Mission und Ökumene
Kto.-Nr.: 2 73 75
BLZ: 210 602 37
EDG Kiel
Zweck: Häusliche Pflege
Berichte
Kassen- und Rechnungsprüfung in Kaliningrad vom 11.4. bis 20.4.2012
Am 10. April treffen Gerda Pahl, Sachbearbeiterin im Nordelbischen Kirchenamt Kiel, und ich, Leiterin der GAWiS-Geschäftsstelle in Dresden, in Kaliningrad ein. Diese Kassenprüfung wird keine übliche sein. Die Erwartungen, die uns in allen Propsteigremien begegnen, sind hoch. Wie bei den Partnern und Spendern in Deutschland erhofft man sich hier vielleicht noch dringlicher von uns eine Antwort auf folgende Frage: Was ist die Wahrheit bezüglich der finanziellen Krise in Kaliningrad, die vor Weihnachten viele Spender, Freunde und Partner beunruhigt hat?
Wir haben eine unabhängige Dolmetscherin engagiert und alle Mitarbeiter, Pfarrer, Gemeindeleiter und –glieder stehen uns mit ihrer Sachkenntnis und allen gewünschten Auskünften zur Verfügung. Es wird eine anstrengende, intensive, aber auch gegenseitig bereichernde Arbeitszeit.
Von Juni 2010 bis August 2011 wurde in der Propstei zu viel Geld ausgegeben: Zweckbestimmte, z. T. seit Jahren angesparte Mittel wurden im laufenden Haushalt „verteilt“. Einzelne Arbeitsbereiche wie Jablonka oder Haus Salzburg aber auch Kirchgemeinden erhielten viel mehr Geld und höhere Zuschüsse, als ihnen laut Budgetplanung zustand. Die Löhne und Honorare wurden ohne Beschluss des Propsteirates erhöht, obwohl die dafür notwendigen Mehreinnahmen schon 2010 fehlten. 2011 wurde der Haushalt mit weiteren unrealistische Mehreinnahmen in Höhe von 41.000 Euro geplant. Mit diesen fiktiven Einnahmen wurden wiederum überhöhte Ausgaben veranlasst. Am Jahresende 2011 fehlten dann die finanziellen Mittel, um die tatsächlichen Ausgaben der Propstei zu finanzieren. Sehr stark gestiegene Energie- und Transportkosten sowie ein im Vergleich zu 2010 ungünstigerer Devisenkurs belasteten die Propstei zusätzlich. Insgesamt sind ca. 90.000 Euro zweckentfremdet, aber innerhalb der Propstei verwendet worden.
Und das ist die gute inmitten der schlechten Nachrichten: Es ist kein Geld veruntreut worden. Auch die Revisionskommission der Propstei hat das am 20.3.2012 festgestellt. Unser umfangreicher Prüfbericht gibt detailliert Auskunft.
Nachdem Anfang Dezember 2011 die finanzielle Situation der Propstei veröffentlicht wurde, war das Erschrecken bei Spendern und Empfängern groß. Da es in den zurückliegenden Jahren in der Propstei an Offenheit und Öffentlichkeit mangelte, begann die Gerüchteküche in Deutschland wie in Kaliningrad zu brodeln. Unsicherheit und Ungewissheiten führen noch immer zu Anfeindungen und Unterstellungen. Viel Vertrauen ging verloren. „Das Gesicht der Propstei ist beschädigt“ hörte ich in Kaliningrad.
Wir stellen fest: Propsteirat und Verwaltungsleitung haben gemeinsam engagiert die Verantwortung übernommen. Der eingeleitete, für manche schmerzliche, aber notwendige Sparkurs setzt sich in der Budgetplanung 2012 fort. Die erforderliche Sachkenntnis, die Finanzen der Propstei solide zu verwalten, ist vorhanden wie auch die Bereitschaft, sich noch fehlende Detailkenntnisse anzueignen. Die neue Verwaltungsleiterin Olesja Sadoroschnaja hat uns ein realistisches Jahresbudget über die Einnahmen und notwendigsten Ausgaben der Propstei 2012 (ohne Arbeitszweige wie Jablonka, Nothilfe und Gemeinden) vorgelegt. Momentan fehlen monatlich noch ca. 800 Euro.
Danke allen, die in den vergangenen Monaten die Propstei unterstützt haben und dies weiter tun wollen.
In der Propstei hat diese Krise – noch nicht bei allen - auch ein neues Denken hinsichtlich eigener Verantwortung und Zuständigkeit ausgelöst. Ein hoffnungsvolles Zeichen!
Marga Reichold-Kanig
Termine der Gemeinde Kaliningrad

- Wir feiern Gottesdienst in der Auferstehungskirche
jeden Sonntag um 11 Uhr (deutsch und russisch).
- Die Feier des Hlg. Abendmahls ist an jedem zweiten Sonntag.
- An jedem Sonntag findet Kindergottesdienst statt.
- Bibelstunde und Jugendkreis im Anschluss an den Gottesdienst
- Taufe und Trauung nach Anmeldung.
- Sozialsprechstunde dienstags 10-12 Uhr.
- Montags bis freitags haben wir um 8.45 Uhr in der Kirche eine Morgenandacht.
Die Gottesdienstzeiten der anderen Orte entnehmen Sie bitte dem aktuellen Gottesdienstplan (pdf), welcher Ihnen hier als Download vorliegt. Einzelgäste können auf Anfrage in die Dörfer mitfahren.
Ältere Beiträge
- «Internationales Jugendfestival "BIEN"»
- «Diakonieweiterbildung in Neuendettelsau»
- «Besuch von Pastor Norbert Hintz in Kaliningrad»
- «Verabschiedung von Alexander Engel»
- «3. Ökumenischer Runder Tisch»
- «33. Evangelischer Kirchentag in Dresden»
- «2. Ökumenischer Runder Tisch»
- «Bericht der Gemeindevorsitzenden Kaliningrad»
Weitere Beiträge finden Sie im Archiv.




